Im vergangenen Jahr sorgte die Abwahl von Pfarrerin Christina Winkler in der reformierten Kirchgemeinde Umiken für Schlagzeilen. Die Stelle ist noch immer zur Neubesetzung ausgeschrieben. Gesucht wird für «einen guten Neuanfang» per 1. Juli oder nach Vereinbarung eine Pfarrerin, ein Pfarrer oder ein Pfarrehepaar für die 100-Prozent-Stelle. Die Kirchgemeinde hat rund 1670 Mitglieder und setzt sich aus den Gemeinden Umiken, Riniken und Villnachern zusammen.

Präsidiert wird die Pfarrwahlkommission vom Kirchenpflegemitglied Karl Vischer. Bisher seien «etwas über zehn Bewerbungen» auf die ausgeschriebene Stelle eingegangen, sagt Hans Peter Schlatter, Interimspräsident der Kirchenpflege, auf Anfrage. Diese kommen laut Schlatter von Familien und Einzelpersonen aus «halb Europa»: Unter anderem aus Deutschland, Rumänien, Ungarn und der Schweiz.

Rund die Hälfte der Bewerbungen entsprechen dem Anforderungsprofil. Die Bewerbungsfrist laufe so lange weiter, bis die Stelle besetzt ist, sagt Schlatter. «Dank unserem Verweser können wir uns dafür die nötige Zeit nehmen.» Um den Entscheid möglichst breit abzustützen, wurden für die Mitarbeit in der Pfarrwahlkommission Kirchgemeindemitglieder gesucht – und auch gefunden.

Schlatter geht davon aus, dass bald Probegottesdienste mit geeigneten Kandidaten stattfinden werden. Wichtig sei, dass der neue Pfarrer oder die neue Pfarrerin volksnah und kontaktfreudig sei. Noch bis Ende Juni ist Pfarrer Hans-Ludwig Seim von der Reformierten Kirchgemeinde Umiken als Verweser angestellt. (CM)