Er sei gespannt, wie warm sie ist, sagte der ehemalige Stadtrat Christoph Brun auf dem Weg zum Kasernenareal in Brugg am Donnerstagabend. Er meinte nicht etwa die Wurst, sondern die Temperatur in der Mehrzweckhalle, wo sich rund 400 Behördenmitglieder, Verwaltungsangestellte, Politiker und Wirtschaftsvertreter zum Behördenzobig einfanden.

Damit man da hingehen darf, braucht es eine Einladung der Stadt Brugg. Diese besteht aus einem kleinen, orangfarbenen Stück Papier. Darauf steht, dass die Einladung persönlich und nicht übertragbar sei. Damit ja kein Missbrauch betrieben wird, ist der «Gutschein für 1 Zobig» am Rutenzug 2015 um 18 Uhr auch fein säuberlich nummeriert. Der Gutschein für die Aargauer Zeitung trägt die Nummer 001046. Ein Grossrat hat eine fett gedruckte, viel tiefere Nummer. Am Eingang wird dann genau kontrolliert.

Auf den langen Tischen warten die kalten Würste, auf der Serviette liegt ein Brötli. Zum Trinken gibt es Schinznacher Weisswein und bei dieser Hitze weniger gefragt ist der Remiger Rotwein. Sehr begehrt ist hingegen die Senftube, die nach wenigen Minuten leer ist. Es gibt keine Anleitung, wie man diese Wurst isst. Stadtammann Daniel Moser sagt in seiner kurzen Ansprache, dass angesichts der enormen Hitze heute bestimmt alle Kritiker froh seien, dass die Wurst kalt ist. Alle anderen könnten sie in der Halle niedergaren lassen. Und nicht vergessen solle man, viel zu trinken. So ganz nach dem Motto: Wasser predigen und Wein trinken.