Pflegeheim

Gewinn muss diese AG nicht machen

Das Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal ist ein Thema an den kommenden Gemeindeversammlungen. mhu

Das Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal ist ein Thema an den kommenden Gemeindeversammlungen. mhu

Das Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal wird in eine nicht gewinnorientierte Aktiengesellschaft überführt und erhält mit der neuen Rechtsform eine junge Struktur.

Das Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal am Standort Schinznach hat eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Es verfügt über ein zeitgemässes Angebot, ist gut positioniert und steht auf einer soliden finanziellen Basis.

Auch die rechtlichen Grundlagen werden den aktuellen Begebenheiten angepasst: Der Betrieb wird in eine nicht gewinnorientierte Aktiengesellschaft überführt.

Über die Schenkung der Aktien entscheiden jetzt die Gemeindeversammlungen in Schinznach, Schinznach-Bad, Thalheim, Veltheim und Villnachern.

Rückblick: Im Juni dieses Jahres hiess die Generalversammlung des Vereins Pro Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal die neue Rechtsform einstimmig gut.

In den Verwaltungsrat der neuen AG gewählt wurden: Daniel Senn, Verwaltungsratspräsident, Schinznach; Yvonne Berglund, Veltheim; Alfred Comps, Thalheim; Peter Feller, Schinznach; Marianne Möckli, Villnachern; Maggie Schoch, Schinznach-Bad. Der Verein bleibt bestehen und wird sich neuen Aufgaben widmen.

Die gleichen Ansprechpersonen

Überzeugt von den Vorteilen einer nicht gewinnorientierten, nicht steuerpflichtigen Aktiengesellschaft ist Verwaltungsratspräsident Daniel Senn. Mit der Übernahme sämtlicher Aktien hätten die Gemeinden die Möglichkeit, viel direkter als heute auf die strategische Ausrichtung Einfluss zur nehmen. Zur Erinnerung: Jede Gemeinde erhält ihre Aktienanteile im Verhältnis zur Einwohnerzahl.

Der Verwaltungsrat seinerseits, fährt Senn fort, könne Entscheide effizient und schnell zu treffen. Dies sei bei der Grösse des Betriebs von Bedeutung. Anders gesagt: «Die Aktiengesellschaft bewährt sich auch in anderen Alters- und Pflegeheimen.»

Auf den Betrieb in Schinznach habe die Rechtsform keine Auswirkungen: Im Verwaltungsrat seien die gleichen Ansprechpersonen wie schon bisher im Vorstand des Vereins vertreten, sagt Senn. Das Wissen sei nicht verloren gegangen. Der Verwaltungsratspräsident nennt die Stichworte Konstanz und Vertrauen und stellt fest: «Das war uns ein wichtiges Anliegen.» Ebenfalls Wert gelegt wurde beim ganzen Prozess auf Transparenz, eine offene Kommunikation. Aus diesem Grund, vermutet Senn, hätten bisher sämtliche Hürden problemlos genommen werden können.

Wichtige Grundsätze geregelt

Zur Diskussion steht an den Gemeindeversammlungen auch der Aktionärsbindungsvertrag. In diesem sind weitere wichtige Zusammenarbeitsgrundsätze unter den Gemeinden geregelt, wie die Vertragsdauer, die Kündigungsmodalitäten und -fristen, der gemeinsame Abschluss einer Leistungsvereinbarung oder die Bedingungen für die Aufnahme neuer Aktionäre. Ebenfalls festgehalten wird, dass der Verwaltungsrat aus mindestens fünf Mitgliedern besteht. Je ein Mitglied wird durch den Gemeinderat Schinznach, Schinznach-Bad, Thalheim, Veltheim und Villnachern gewählt. Auf Vorschlag des Verwaltungsrats können bis zu zwei weitere Mitglieder gewählt werden.

Für Senn bleibt jetzt nur noch, die Gemeindeversammlungen abzuwarten – mit der Schenkung der Aktien. Zustimmen müssen zu diesem letzten Schritt sämtliche Gemeinden. Falls nicht, bleibt der Verein Pro Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal der Eigentümer.

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