«Gestern ging in Windisch einer von Tür zu Tür und hat gebettelt», schrieb eine Windischerin kürzlich auf der Social-Media-Plattform Facebook. «Er hatte einen Zettel in der Hand. Auf diesem stand, dass er nicht sprechen kann. Ist das nicht verboten?»

Doch, das ist verboten. Das bestätigt der Chef der Brugger Regionalpolizei, Andreas Lüscher, auf Nachfrage dieser Zeitung. Gemäss Polizeireglement sei das Betteln verboten. «Fehlbare werden durch die Polizei einer eingehenden Kontrolle unterzogen, verzeigt und weggewiesen. Nicht als Betteln gelten Geld- und Naturalgabensammlungen von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen», ergänzt Lüscher.

Dass hin und wieder Personen an Haustüren auftauchen und nach erwähntem Muster Spenden erwirken wollen, sei der Regionalpolizei (Repol) Brugg bekannt. Weiter gebe es Bettler, die in der Nähe von Einkaufsläden oder beim Bahnhof am Boden sitzend Gelder erbetteln.

Gefahr von Trickdieben

Doch wie soll man in einer solchen Situation vorgehen? Andreas Lüscher rät: «Lassen Sie sich nicht von Bettlern und falschen Spendensammlern bedrängen. Schliessen Sie die Haustür oder gehen Sie weiter. Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus oder in die Wohnung. Informieren Sie die Polizei über die Notrufnummer 117.» Über die Gefahr, die von diesen angeblichen Bettlern ausgeht, wägt Lüscher ab: «Sicher gibt es Bettler, die lediglich für sich etwas Geld sammeln möchten. Es ist jedoch Vorsicht geboten.»

Durchaus bestehe die Möglichkeit, dass es sich um dreiste Trickdiebe handelt, die jemanden ablenken und bestehlen wollen. «Oft sind solche Trickdiebe nicht allein unterwegs», so der Repol-Chef. Seriöse Spendensammler würden keine Bargeldspenden vor Ort fordern, sondern geben einen Einzahlungsschein und Informationsmaterial mit.