Brugg

Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen»: Auf Fabrik-Areal entstehen 28 Wohnungen

Das flache Fabrikgebäude soll erhalten bleiben. Vorgesehen sind verschiedene Aufbauten, um zusätzliche Wohnfläche zu schaffen. Bild: mhu

Das flache Fabrikgebäude soll erhalten bleiben. Vorgesehen sind verschiedene Aufbauten, um zusätzliche Wohnfläche zu schaffen. Bild: mhu

In Brugg liegt der Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen» ab 14. September für die Mitwirkung öffentlich auf.

Wohnungen statt Produktionsräume: Auf dem rund 0,5 Hektaren grossen Areal der einstigen Firma Rütschi Pumpen in Brugg soll neues Leben einkehren. Der Stadtrat hat dem Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen» zugestimmt. Am Mittwochabend sind die Quartierbewohner über den Inhalt sowie die geplante Neubebauung informiert worden.

Red und Antwort standen: Stadtrat Reto Wettstein und Stadtplanerin Bigna Lüthy sowie Philipp Peikert von der Projektentwicklerin und Eigentümerin p-4 AG aus Zug und Paul Keller vom Planungsbüro Arcoplan AG aus Ennetbaden, das für den Gestaltungsplan verantwortlich zeichnet.

Bei Umnutzung ist Gebäudetiefe eine Herausforderung

Die Produktion sei verlegt, das Fabrikgebäude geräumt, stellte Stadtrat Wettstein fest. Mit dem Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen» werde die Umnutzung sowie die bauliche Weiterentwicklung ermöglicht. «Wesentliche Elemente des architektonisch wertvollen Bestands sollen erhalten bleiben.» Insgesamt könne, fügte Wettstein an, mit der geplanten Neunutzung und der Vergrösserung der bestehenden Volumen eine qualitätsvolle Innenentwicklung erzielt werden.

Philipp Peikert vom Büro p-4 AG sprach von einer Chance, etwas nicht Alltägliches zu realisieren. Der Gewerbebau sei grundsätzlich in einem guten Zustand und verfüge über eine saubere, klare Struktur. Für die Umnutzung – als Herausforderung bezeichnete Peikert die Gebäudetiefe – seien verschiedene Varianten geprüft worden. «Wir sind offen an diese Aufgabenstellung herangegangen.»

Das Richtprojekt sieht vor, das bestehende flache Fabrikgebäude mit verschiedenen Aufbauten zu erweitern, um zusätzliche Wohnfläche zu schaffen. Es entstehe ein spannendes Ganzes, zeigte sich Peikert überzeugt.

Insgesamt 28 Wohnungen sollen entstehen, verschiedene Typen von Loftwohnungen über Geschosswohnungen bis zu Maisonettewohnungen. Neben der Aufstockung – die maximale Gebäudehöhe beträgt 14,5 Meter – ist auch ein Teilabbruch vorgesehen zugunsten eines begrünten Innenhofs. Ebenfalls geplant sind rund 180 Quadratmeter flexibel nutzbare Gewerbeflächen. Die Parkierung wird weitgehend im Untergeschoss untergebracht. Konkret ist die Rede von 34 Plätzen in der Tiefgarage.

Frühestens im Jahr 2021 kann gebaut werden

Vom 14. September bis 14. Oktober liegt der Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen» für die Mitwirkung öffentlich auf. Ab Freitag werden die Unterlagen zudem auf der Website der Stadt Brugg aufgeschaltet. Im Mitwirkungsverfahren kann jedermann Bemerkungen und Vorschläge zum Entwurf schriftlich beim Stadtrat einreichen.

Nach der Bereinigung wird ein Mitwirkungsbericht erstellt. Verläuft alles reibungslos, kann im Frühjahr 2020 die öffentliche Auflage erfolgen, im Herbst 2020 der Beschluss des Stadtrats. Dieses Verfahren beanspruche Zeit, stellte Stadtplanerin Bigna Lüthy fest. Frühester Baustart sei 2021.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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