Brugg-Windisch

Geschichten in fünf Wörtern: Slam-Poet zieht die Fachhochschule in seinen Bann

Der Slam Poet Simon Libsig hat an der FHNW bei Treff.Kultur aus seiner Schreibstube im Campus erzählt und begeistert – mit ihm entstehen Geschichten in nur zwei Minuten.

Simon Libsig hat schon immer Geschichten und Sprache geliebt. Diese Leidenschaft hat er letzte Woche an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch an Interessierte weitergegeben.

Für seinen «Walk in Workshop» richtete er eine kleine Schreibstube mit Teppich und Tischen im Campus ein. Libsig verbrachte den ganzen Tag an der FHNW und Studenten und/oder Dozenten konnten kurze Workshops besuchen. Die Workshops dauerten in der Regel zwei bis fünf Minuten. In dieser kurzen Zeit entstanden unter anderem anregende Kurzgeschichten aus vier Sätzen.

Ausschnitte vom Besuch des Slam-Poeten Simon Libsig im Treff.Kultur an der FHNW Brugg-Windisch.

Ausschnitte vom Besuch des Slam-Poeten Simon Libsig im Treff.Kultur an der FHNW Brugg-Windisch.

Das attraktive Angebot wurde rege besucht. «Nicht nur von Sprach-Studenten, auch Informatiker kamen in die Schreibstube», erzählt Libsig überrascht. Es gab auch Studenten, die kurz vor Unterrichtsbeginn zu Libsig kamen und nach Unterrichtsschluss in die Schreibstube zurückkehrten. Für Libsig, der regelmässig Workshops anbietet, war es der erste «Walk in Workshop». Und das Konzept hat sich bewährt.

Die Ergebnisse aus seiner Schreibstube von letzter Woche hat Libsig gestern Mittag präsentiert. Locker und mit einem hohen Unterhaltungsfaktor erzählt Libsig die entstandenen Kurzgeschichten und unterstreicht sie mit Bildern. Libsig versteht es, diese kurzen Geschichten pointiert und knackig vorzutragen. Die Freude an der Sprache ist ihm deutlich anzumerken und er zieht die Zuhörer damit in seinen Bann.

Simon Libsigs Kurzgeschichte über die Grosseltern

Simon Libsigs Kurzgeschichte über die Grosseltern.

Geschichte in fünf Wörtern

«Eine Geschichte kann mit nur fünf Nomen oder Verben erzählt werden», so Libsig. «Oder durch vier Sätze, die gemeinsam geschrieben werden.» Die Resultate des Workshops können sich hören lassen und regen die Gedanken an. Folgende zwei Kostprobe zeigen, was in den Workshops entstanden ist.

«Rauchen, husten, spucken, innehalten, rauchen.»

«Mist, Pin drei Mal falsch eingegeben. Naja, wenigstens habe ich Ruhe. Aber eingesperrt im Keller. Wenigstens im Weinkeller.»

Simon Libsig über Liebe und Essen

Simon Libsig über Liebe und Essen

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