Geschäftsjahr 2020
«Wenig überraschend»: Das Medizinische Zentrum Brugg spürt die Coronapandemie in allen Bereichen

Der medizinische Ertrag sowie die Eingriffszahl sind zurückgegangen, das Medizinische Zentrum Brugg (MZB) sieht der Zukunft aber mit Zuversicht entgegen.

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Insgesamt 5512 Behandlungen sind im Jahr 2020 durchgeführt worden.

Insgesamt 5512 Behandlungen sind im Jahr 2020 durchgeführt worden.

Bild: zvg

Die Covid-19-Pandemie hat das Geschäftsjahr 2020 im Medizinischen Zentrum Brugg (MZB) in allen Bereichen beeinflusst und insbesondere in der Erfolgsrechnung negative Spuren hinterlassen. «Wenig überraschend», heisst es in einer Medienmitteilung.

Nach einem erfolgreichen Start in den ersten beiden Monaten 2020 traf das Operationsverbot von nicht dringenden Eingriffen das MZB ebenso wie die anderen Spitäler. «Wir waren gezwungen, während mehrerer Wochen für den grössten Teil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kurzarbeit einzuführen», hält das MZB fest. Denn während die Arbeit in der Administration und der Buchhaltung teilweise im Homeoffice verrichtet werden konnte, sei dies in der Tagesklinik, der Anästhesie- sowie der Operationsabteilung verständlicherweise nicht möglich gewesen.

Ersetzt wurden wichtige Geräte der Anästhesie

Der medizinische Ertrag ging wegen des mehrwöchigen praktischen Eingriffsstopps im März und im April gegenüber dem Vorjahr um rund 512'000 Franken auf 7,52 Mio. Franken im Berichtsjahr zurück. In den übrigen Monaten konnten gemäss MZB die budgetierten Eingriffszahlen knapp erreicht werden.

Insgesamt wurden 5512 Behandlungen durchgeführt. Zum Vergleich: Im 2019 waren es 5664 Eingriffe. In der Medienmitteilung wird ausgeführt:

«Der Verlust bei der chirurgischen Tätigkeit konnte in anderen Geschäftsbereichen nur teilweise kompensiert werden.»

Im Betriebsergebnis resultierte ein Jahresverlust von rund 162'000 Franken. Trotz unbefriedigender Ertragslage, heisst es weiter, investierte das MZB vielseitig. Die EDV-Infrastruktur wurde erneuert, eine Kommunikationsapp für Mitarbeitende eingeführt und ebenso hätten wichtige Geräte der Anästhesie zur sicheren Überwachung und Behandlung der Patientinnen und Patienten ersetzt werden können.

Erfreulicherweise seien neue Ärzte dem guten Ruf des MZB gefolgt und hätten sich für eine ambulante operative Tätigkeit entschieden: die Orthopäden Dres. med. Christof Abächerli, Gabor Cserhati und Claudio Cerletti aus Aarau sowie Dr. med. Ulas Gögüs mit Praxis in Brugg.

Die Aktionärsversammlung muss verschoben werden

Anders als vorgestellt, fand der Anlass zum 15-jährigen Bestehen des MZB nur in einem kleinen Kreis statt Anfang Juli 2020. Das MZB hofft, das Jubiläum an der nächsten «normalen» Aktionsversammlung zusammen mit den Aktionären und Gästen feiern zu können.

Die Feier zum 15-jährigen Bestehen – hier Geschäftsleiter Jürg Meier – fand nur im kleinen Rahmen statt Anfang Juli 2020.

Die Feier zum 15-jährigen Bestehen – hier Geschäftsleiter Jürg Meier –
fand nur im kleinen Rahmen statt Anfang Juli 2020.

Bild: mhu

Apropos: Aufgrund der Coronasituation wird die für den 22. April geplante Aktionärsversammlung verschoben. Der Verwaltungsrat hegt die Hoffnung, dass diese noch im ersten Halbjahr 2021 nachgeholt werden kann. Als Verschiebedatum wurde der Freitag, 25. Juni, bestimmt.

«Trotz der andauernden Pandemie, die unsere Klinik auch im Berichtsjahr 2021 beeinflusst, sehen wir der Zukunft von wohnortnahen ambulanten Behandlungen weiterhin mit Zuversicht entgegen», hält das MZB abschliessend fest. Vorgenommen würden deshalb auch im 2021 Investitionen in die Infrastruktur mit dem Umbau des zweiten Stockwerks, wo sich weitere, chirurgisch tätige Ärztinnen und Ärzte mit ihren Praxen einmieten werden. (mhu)