Velobörse Brugg
Geri Müller: «Das Velo ist das intelligenteste Alltags-Verkehrsmittel»

Der Verein Pro Velo Brugg-Windisch hat die 27. Velobörse in Brugg organisiert. Es warteten nach der Abgabe rund 400 Velos auf Interessenten, 250 wurden verkauft. Auch der Badener Stadtammann war in Brugg.

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Veloverkäufer um 8 30 Uhr.
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Velobörse in Brugg - So viele Velos wie noch nie wechselten die Besitzer
Pascale Gautschi «Ein rotes Cross-Wave-Velo von der Migros will ich heute verkaufen. Für mich ist das Velo ein Arbeitsmittel. Früher, als ich noch in der Feuerwehr war, habe ich das Velo auch als Einsatzmittel genutzt.»
Marcel Kempter «Ich brauche ein City Bike. Für mich ist das Velo Fortbewegungsmittel, es bedeutet auch Sport und Freizeit. Im Endeffekt ist das Velo aber eher Mittel zum Zweck, um dies alles zu erreichen.»
Velos in Reih und Glied.
Um 11 00 Uhr ist der grosse Ansturm vorbei.
Velo Börse Brugg
Katrin Wyss «Ich verkaufe das Mountainbike meines Sohns. Das Velo ist Teil unseres Alltags. Wir als Familie benutzen es täglich. Mein Mann fährt damit zur Arbeit und ich fahre mit dem Velo zum Einkaufen.»
Pro Velo der Verein der die Börse organisiert.
Laura Guggisberg «Ich bin auf der Suche nach einem Frauenvelo mit Gangschaltung. Im Sommer fahre ich gerne mit dem Velo der Aare entlang. Manchmal nehme ich auch das Velo, um mit meinem Hund Gassi zu gehen.»
Um 9 00 Uhr stehen schon viele Velos bereit.
Katharina Pezzoli «Ich nutze die Velobörse, um für meine beiden Töchter je ein Damenvelo zu kaufen. Das Velo ist für mich einfach ein tolles Fortbewegungsmittel – und weil Brugg so schön flach ist, ist man mit dem Velo schnell überall.»
Um 10 00 ist die Börse brechend voll.
Matthias Zehnder (Vorstandsmitglied von Pro Velo Brugg-Windisch) «Das Velo ist mein Fortbewegungsmittel. Ich brauche das Velo zum Einkaufen, für die Arbeit, für die Freizeit, zum Sport treiben und auch für die Ferien. Für mich ist das Velo das sinnvollste Nahverkehrsmittel.»
Um 11 00 Uhr ist der grosse Ansturm vorbei.
Alec Ellen Meier und Janique Petro Alec: «Heute will ich ein City Bike kaufen, aber es darf nicht gelb oder orange sein. Ich fahre damit zur Schule und im Sommer in die Badi. Mir ist dabei auch wichtig, wie das Velo aussieht.»

Veloverkäufer um 8 30 Uhr.

Samuel Frey

Am Samstagmorgen um 8 Uhr hat reges Treiben auf dem Eisi-Platz in Brugg geherrscht. Einige Frühaufsteher brachten fleissig ihre gebrauchten Fahrräder an die Velobörse und genossen dabei das wunderschöne Wetter.

Die mit orangefarbigen Westen ausgerüsteten Mitglieder des Vereins Pro Velo Brugg-Windisch halfen den Veloverkäufern, wo es nur ging. Es bildete sich trotzdem schnell eine Schlange. Die Leute unterhielten sich freundlich während der Wartezeit - und das Velo war natürlich Thema Nummer eins.

Jeder Verkäufer musste sich mit einem amtlichen Ausweis identifizieren lassen. Um 9.30 Uhr nahm die Schlange zur Veloabgabe beträchtliche Ausmasse an. Gleichzeitig warteten schon die ersten Velokäufer auf den Einlass, der erst um 10 Uhr erlaubt wurde.

Die Käufer hatten sich zahlreich eingefunden und als sie eingelassen wurden, war der gesamte Eisi-Platz belebt. Auf die Velointeressierten warteten rund 400 verschiedene Velos und veloähnliche Gefährte: Die Auswahl reichte vom Skateboard über einige alte Damenvelos bis hin zu modernen Elektrovelos. Die Anzahl stellte einen neuen Rekord dar.

Alle Velos waren fein säuberlich geordnet und nach Kategorien auf dem Platz aufgestellt. Das rege Treiben erzeugte eine schöne Geräuschkulisse, in der Kinderlachen mit hellen Veloglocken verschmolzen und geschäftige Gespräche den Hintergrundton bildeten.

Im Gewusel der Käufer blitzten immer wieder die orangen Westen der Vereinsmitglieder auf, die den Kunden helfend oder beratend zur Hand gingen.

Um 10.05 Uhr hatten die Ersten ihr zukünftiges Velo ausgesucht und bewegten sich Richtung Kasse. Eine Viertelstunde später musste man schon anstehen, wenn man sich für ein Velo entschieden hatte. Um 10.30 Uhr waren die Velobestände auf dem Platz schon ausgedünnt und einige grössere Lücken taten sich auf. Diejenigen, die sich eine Probefahrt nicht nehmen liessen, mussten im Schritttempo zwischen den anderen Besuchern hindurch kurven.

Bis um 11 Uhr nahm der Betrieb ab und dementsprechend dauerten nun die Probefahrten länger. Gegen 12 Uhr waren fast keine Kunden mehr auf dem Eisi-Platz. Um 12.30 Uhr begannen dann die Aufräumarbeiten und gleichzeitig bildete sich eine letzte Schlange an der Kasse. Die Veloverkäufer waren wieder da und wollten ihr Geld oder ihr Velo zurück.

250 Fahrräder wechselten an diesem Morgen die Besitzer, so viele wie seit 2005 nicht mehr.