Lupfig
Geplante Sunrise-Antenne stösst auf viel Widerstand

Sunrise will in Lupfig eine Mobilfunkantennen-Anlage errichten. Sie hat die Rechnung ohne die Dorfbewohner gemacht. Diese wollen die Antenne nicht. Über 350 Einwendungen sind gegen den Bau der Antenne eingegangen.

Elisabeth Feller
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Stein des Anstosses: Mobilfunkantenne

Stein des Anstosses: Mobilfunkantenne

Keystone

Mobilfunkantennen sind ein Reizthema. Immer wieder wird die gesundheitliche Gefährdung ins Feld geführt. Wie gefährlich die Strahlen solcher Antennen für die Gesundheit jedoch tatsächlich sind, weiss niemand, denn die Experten widersprechen sich. Die einen sagen, dass die Strahlen Krankheiten auslösen; die anderen behaupten, dass diese Strahlen völlig harmlos sind.

Zum Schutz vor den nicht ionisierenden Strahlen hat der Bund im Dezember 1999 in der NIS-Verordnung (NISV) Immissionsgrenzwerte für Mobilfunkanlagen festgelegt. Trotzdem regt sich mancherorts Widerstand der Anwohnerinnen und Anwohner gegen Mobilfunkantennen-Anlagen. Auch in Lupfig will man die von der Sunrise Communications AG geplante Mobilfunkantennen-Anlage an der Loorstrasse nicht einfach hinnehmen.

Sorgen um die Gesundheit

Innert Frist sind 351 Einwendungen (inklusive Sammeleinwendern) zum Baugesuch eingegangen. «Das verwundert uns nicht. Wir mussten damit rechnen», sagt Hans Graf (Leiter Regionale Bauverwaltung) und verweist auf das Wohngebiet, vielmehr auf den Ortsbildschutz, der eben eine Rolle gespielt habe. Nicht die hauptsächliche freilich: diese nimmt bei den Einwendern laut Graf «die Sorge um die Gesundheit von Mensch und Tier ein».

Die Einwendungen sind der Bauherrschaft zur Stellungnahme innert einer Frist von 20 Tagen (bis 7. Februar) wie auch dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau zugestellt worden. Sobald die Stellungnahmen eingegangen sind, wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen informieren.

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