Mandach
Genossenschaft soll den «Hirschen» retten

Mandach will seine Dorfbeiz zurück. Ideen zur Wiederbelebung des «Hirschen» werden nun genauer besprochen. Sobald die Eckdaten bekannt sind, gibt es eine Umfrage bei der Bevölkerung.

Meret Radi
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Wie soll es mit dem «Hirschen» weitergehen?

Wie soll es mit dem «Hirschen» weitergehen?

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Mitte Mai 2014 wurde der «Hirschen» in Mandach geschlossen und steht nun zum Verkauf. 35 Interessierte trafen am Montag in der Gemeindestube im Untergeschoss des Schulhauses ein, um sich über die Zukunft der Dorfbeiz auszutauschen. «Es kamen fast gleich viele Leute wie an einer Gemeindeversammlung», erklärt Gemeindeammann Lukas Erne.

Es fehlt ein Ort für die Vereine

«Vor allem die Dorfmusik und die turnenden Vereine vermissen eine Gaststätte, die während der Woche geöffnet ist», erläutert Erne. Die Mandacher Besenbeiz biete keine vollständige Alternative, da sie nur am Wochenende öffne, ergänzt er. Angeregt wurde auch, dass die Gemeinde einen Raum zur Verfügung stellt, in welchem das Vereinsleben gepflegt werden kann.

Während des Ideenaustauschs wurde schnell klar, dass der «Hirschen» weder von den Ortsbürgern noch von der Gemeinde gekauft werden soll. «Es ist nicht die Aufgabe der Gemeinde ein Restaurant zu führen, und Geld ist einer kleinen Gemeinde wie Mandach auch nicht im Überfluss vorhanden», sagt der Gemeindeammann. Die Anwesenden erachteten die Gründung einer Genossenschaft als sinnvoll, so Erne. Zwei Personen haben sich gemeldet, die benötigten Grundlagen zu erarbeiten. Unter anderem werden sie klären, welche Investitionen getätigt werden müssen. «Der Gemeinderat steht den beiden unterstützend zur Seite», sagt Erne.

Eine Umfrage wird entscheiden

Sobald die Eckdaten bekannt seien, werde es eine Umfrage geben, beschreibt er das weitere Vorgehen, «Dann wird sich zeigen, wer wie viele Anteilscheine kaufen wird und ob die Genossenschaft zustande kommt.»

Das Ziel ist es, so zeigte die Versammlung, wieder ein Restaurant im Dorf zu haben, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Erne fügt hinzu, dass es nicht einfach wird, den «Hirschen» rentabel zu betreiben. Ein Lokal könne langfristig nicht überleben, wenn nur die Vereine einmal in der Woche kämen, gibt er zu bedenken, «denn ein gutes Lokal steht und fällt mit dem Wirt und dessen Konzept!».