Region Brugg

Generalabonnement-Besitzer zahlen bei «Kollibri» nur Komfortzuschlag

Der «Kollibri» fährt weder auf fixen Routen noch nach einem fixen Fahrplan. MHU

Der «Kollibri» fährt weder auf fixen Routen noch nach einem fixen Fahrplan. MHU

Neuer Versuch beim Tür-zu-Tür-Shuttle: Im März werden für «Kollibri»-Fahrten auch General- und Verbundabonnemente des öffentlichen Verkehrs akzeptiert. Halbtax- und Gleis-7-Abonnemente sind jedoch weiterhin nicht gültig.

Es ist ein schweizweites Pilotprojekt: Seit Mitte Oktober 2018 verkehrt «Kollibri» – eine Kombination von Postauto und Taxi – auf Bestellung via App im Raum Brugg auf individuell gewählten Routen. Während der Fahrt können weitere Personen zusteigen, die auf einer ähnlichen Strecke unterwegs sind. Bezahlt wird mit Kreditkarte. Anfang Februar wurde das Bediengebiet ausgebaut: Zu den bisher 17 Gemeinden kamen Bözberg, Brunegg, Mönthal, Remigen sowie das Kantonsspital Baden als Start- und Zielpunkt dazu.

Vom 1. bis zum 31. März profitieren nun öV-Kunden mit GA, Strecken- oder Verbundabonnement (A-Welle) speziell auf «Kollibri»-Fahrten. Einen Monat lang werden diese Abonnemente für Fahrten mit dem Tür-zu-Tür-Shuttle akzeptiert. «Es fällt pro Fahrt lediglich ein Komfortzuschlag in der Höhe von zwei Franken an», heisst es in einer Mitteilung. Nicht gültig sind Halbtaxabonnemente und Gleis-7-Abo. Die temporäre Anerkennung der genannten Fahrausweise für «Kollibri»-Fahrten ist Teil des einjährigen Pilotprojekts.

Die Verantwortlichen wollen herausfinden, ob sich das neue Mobilitätsangebot in den öffentlichen Verkehr integrieren lässt. Dazu brauche es auch Aussagen darüber, ob bzw. wie stark die Nachfrage steigt, wenn öV-Abonnemente für «Kollibri»-Fahrten gültig sind. Um stichhaltige Erkenntnisse zu gewinnen, analysiere das Projektteam nicht nur die Nutzerzahlen, sondern befrage auch Fahrgäste und potenzielle Nutzer, heisst es in der Mitteilung.

Abo-Nummer in App eingeben

Damit Pendler mit öV-Abonnementen im März vom günstigen «Kollibri»-Tarif profitieren können, wird die «Kollibri»-App entsprechend angepasst. Besitzer von entsprechenden Abonnementen geben vor der Buchung die Nummer ihres öV-Abonnements ein. Die Bezahlung erfolgt anschliessend wie bisher mittels einer Kreditkarte.

Seit dem Projektstart hat die Kundschaft 1869 «Kollibri»-Fahrten zurückgelegt. Die App wurde 3740-mal heruntergeladen. Mit dem stabilen Betrieb zeigen sich die Verantwortlichen «sehr zufrieden». Es gebe kaum Fehler im System oder Probleme mit der App. Seit einigen Wochen finden zudem Gespräche mit Firmen und Dienstleistungsbetrieben statt, die «Kollibri» für ihre Mitarbeitenden und Kunden als Mobilitätsangebot nutzen wollen.

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