Villigen
Gemüse-Film: Max Schwarz AG gewährt Blick hinter die Kulissen

Bis im November sollen 8 Kurzfilme produziert werden. Die Max Schwarz AG setzt auf bewegte Bilder und zeigt was beim Gemüseproduzent vor sich geht. Den ersten Film finden Sie bereits online.

Michael Hunziker
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Im ersten Kurzfilm ist zu sehen, wie die Mitarbeitenden mit garstigen Wetterverhältnissen klarkommen.

Im ersten Kurzfilm ist zu sehen, wie die Mitarbeitenden mit garstigen Wetterverhältnissen klarkommen.

Zur Verfügung gestellt

Die Situation im Gewächshaus spitzt sich zu: Zehntausende Gemüsesetzlinge stehen bereit und sollten draussen eingepflanzt werden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Max Schwarz AG aus Villigen aber sind die Hände gebunden. Es regnet ohne Unterbruch, die Felder sind überflutet. Die Zeit drängt: Wachsen die Jungpflanzen aus, sinken Gemüsequalität und Ertrag. Kreative Ideen müssen her. Als Zwischenlösung werden die Setzlinge – auch wenn der Aufwand gross ist – schliesslich auf dem Feld in halbrunden Kalttunnels unter der Kunststofffolie platziert.

Zu sehen sind diese Szenen im Kurzfilm unter dem Titel «Die Gemüsemacher». Mit diesem beschreitet das über 80-jährige Familienunternehmen neue Wege. Bis November sind acht Episoden geplant. Im Zentrum stehen die – je nach Saison – aktuellen gemüsebaulichen Tätigkeiten sowie die über 100 Mitarbeitenden. Die erste, fünfeinhalb Minuten lange Produktion ist auf der Homepage www.schwarz.ch sowie www.bauernfilme.ch aufgeschaltet. Mit dem Ergebnis ist Heiner Gysi, Geschäftsführer der Max Schwarz AG, rundum zufrieden. «Das ist eine gute Sache und macht Freude», stellt er bestens gelaunt fest. «Wir sind überzeugt, dass wir mit den bewegten Bildern viele Leute erreichen.»

Vom Setzling bis zur Lieferung

Das Zielpublikum sei ein sehr breites, fährt Gysi fort. Neben den Kunden, zu denen Restaurants genauso zählen wie Grossverteiler oder der Detailhandel, könnten auch Berufskollegen angesprochen werden oder ganze Schulklassen und damit jüngere Personen, die vor der Berufswahl stehen.

Nicht zuletzt erhalte die Bevölkerung eine Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Gemüseproduzenten zu werfen. «Viele Menschen haben heute keinen engen Bezug mehr zur Landwirtschaft und zur Nahrungsmittelproduktion», sagt Gysi. «Mit den Kurzfilmen können wir in einer lockeren und unkomplizierten Art auf sie zugehen und zeigen, was wir tagtäglich machen.» Präsentiert wird, erklärt der Geschäftsführer, der Weg vom Setzling über die Ernte bis zur Auslieferung. «Wir begleiten die ganze Wertschöpfungskette.»

Der Kontakt zum Team von bauernfilme.ch, das auf die Herstellung von Filmen in der Land- und Ernährungswirtschaft spezialisiert ist, entstand in den letzten beiden Jahren. Schon für frühere, kleinere Produktionen wurden gewisse Szenen bei der Max Schwarz AG gedreht. Mit dem Vorschlag für die Reihe «Die Gemüsemacher» kamen die erfahrenen Filmemacher im letzten Winter auf das Villiger Unternehmen zu. Dieses zögerte nicht lange und sagte zu.

Flexibilität ist gefragt

Für die Inhalte zeichnet die Max Schwarz AG zusammen mit den Filmemachern verantwortlich. Die Dreharbeiten pro Kurzfilm dauern jeweils etwa dreimal einen halben Tag. Gefragt ist dabei Flexibilität von beiden Seiten. «Unsere Tätigkeiten sind teilweise personalintensiv und vom Wetter sowie von der Nachfrage abhängig», führt Gysi aus. «Manchmal muss sich das Filmteam kurzfristig den Bedingungen anpassen.» Denn gestellt seien die Szenen nicht, fügt Gysi an. Zu sehen seien diejenigen Mitarbeitenden und Maschinen, die tatsächlich im Einsatz stehen.

Die Zusammenarbeit mit den Filmemachern sei angenehm und das Echo auf den bisherigen Kurzfilm äusserst positiv ausgefallen, freut sich der Geschäftsführer. Viele Kunden und auch die Mitarbeitenden selbst hätten sich begeistert geäussert. Letztere kämen teilweise aus Polen oder Portugal und hätten in ihrem Bekanntenkreis nicht ohne Stolz auf das Werk hingewiesen.

Der nächste, zweite Kurzfilm ist mittlerweile ebenfalls im Kasten und wird Anfang Mai gezeigt. Über den Inhalt lässt sich Gysi noch nicht viel entlocken. «Die Zuschauer dürfen sich überraschen lassen», sagt er mit einem Lachen.

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