Brugg

Gemischte Chöre haben mit Hymnen, Volksliedern und Zithern begeistert

Jubiläums-Konzert zum 50-jährigen Bestehen des Gemischten Chor Brugg unter der Leitung von Reinhart Frosch: Ruth Bischofberger (links) führt den Gemischten-Chor Lauffohr durch den Gastauftritt.

Jubiläums-Konzert zum 50-jährigen Bestehen des Gemischten Chor Brugg unter der Leitung von Reinhart Frosch: Ruth Bischofberger (links) führt den Gemischten-Chor Lauffohr durch den Gastauftritt.

Gelungenes Jubiläums-Konzert zum 50-jährigen Bestehen des Gemischten Chor Brugg unter der Leitung von Reinhart Frosch: Als Gast ist der Gemischte Chor Lauffohr aufgetreten. Die Fusion der beiden Chöre ist aber noch kein Thema.

Mit dem Kanon «Dona Nobis Pacem» – was auf Deutsch heisst «Gib uns Frieden» – eröffnete der jubilierende Chor den Abend im voll besetzten Rathaussaal. Hinter dem Konzertflügel präsentierten sich elf Sängerinnen und fünf Sänger. Unter der musikalischen Leitung von Reinhart Frosch bestritt der Chor im ersten Konzertteil ein Repertoire aus ernster Musik. Hymnen von Mozart, Rossini, Bortnianski und Purday kamen bei der hervorragenden Akustik des Rathaussaales voll zur Geltung.

In die Klaviertasten gegriffen

Dirigent Reinhart Frosch ist gelernter Physiker und hatte sein musikalisches Handwerk nebenberuflich erlernt. Geschickt lotste er die Chorregister durch die Partituren. Die Lieder wurden zum Teil a capella gesungen. Bei einzelnen Titeln jedoch griff Frosch in die Tasten des Klaviers, um dezent seine Akzente zu setzen.

Als Gast-Ensemble durfte Sprecher Rudolf Zeltner den Gemischten Chor Lauffohr willkommen heissen. Man erfreue sich einer langjährigen und intensiven Zusammenarbeit mit gemeinsamen Auftritten und gemeinsamen Teilnahmen an Gesangsfesten, erklärte Zeltner.

Gratulation in Versform

Zur Hochzeit der beiden Chöre sei es aber bislang nicht gekommen. Unter der Leitung von Ruth Bischofberger unterhielten die Lauffohrer Sängerinnen und Sänger mit einem bunten Strauss von Liedern über Herbst, Wald und Freundschaft und endeten ihren a capella Vortrag mit dem Refrain «Die Sprache der Musik, wir schenken euch ein Lied….». Die Lauffohrer Sängerin Marianne Zeltner liess es sich nicht nehmen, dem jubilierenden Chor in Versform zu gratulieren und überreichte ein Geschenk.

Mit von der Partie war auch des Zither-Duo Edith Dänzer und Vera Leuenberger. Gekonnt interpretierten die beiden Instrumentalistinnen beliebte Titel wie die «Elisabethserenade» oder den «Gefangenenchor» aus Verdis Oper «Nabucco». Sie ernteten tosenden Applaus.

Das Guggisberglied berührt

Im zweiten Konzertteil bot das jubilierende Ensemble eine Auswahl an bekannten Volksliedern wie «Kein schöner Land» oder «Ännchen von Tharau». Den Höhepunkt und das Schlussbouquet bildete das «Guggisberglied». Dieses beschreibt eine schmerzhaft endende Liebesgeschichte, die sich im 17. Jahrhundert im Bernbiet angespielt haben soll. Das Lied erntete tobenden Applaus und bei der Wiederholung war das Publikum zum Mitsingen eingeladen. Dabei wurde die eine oder andere Träne vom Gesicht gewischt ob der enormen Tragik der besungenen Geschichte.

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