Bezirk Brugg

Gemeindewahlen: So präsentiert sich die Ausgangslage im Bezirk

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Nur gerade in vier Gemeinden hat der Souverän tatsächlich eine Auswahl. Fest steht: Nach den Gesamterneuerungswahlen für die nächste Amtsperiode werden die meisten Gremien eine neue Zusammensetzung haben.

Nicht alle 26 Gemeinden des Bezirks Brugg wählen ihre Mitglieder des Gemeinderats am 22. September: In Veltheim wurden bereits am 9. Juni alle fünf Bisherigen wieder gewählt (die az berichtete). Die beiden Gemeinden Schinznach-Dorf und Oberflachs schliessen sich per 1. Januar 2014 zur Gemeinde Schinznach zusammen. Seit dem 9. Juni ist klar: Der neue Rat wurde in zwei Wahlkreisen gewählt und setzt sich aus fünf Bisherigen zusammen – drei von Schinznach-Dorf und zwei von Oberflachs.

Dieses Wochenende steht die Urnenwahl in Bözen an. Nur drei Kandidaten (zwei Bisherige, eine Neue) haben sich angemeldet.

Vakanzen sind zu erwarten

Von den 17 Gemeinden, die am
22. September ihre Gemeinderatsmitglieder an der Urne wählen, gibt es in sechs Gemeinden weniger Kandidaten als Sitze. Es sind vor allem Bisherige, die sich in Mönthal, Mülligen, Rüfenach, Effingen, Villnachern und Scherz der Wiederwahl stellen. Mit anderen Worten: Unter den 23 bisherigen Kandidaten – darunter fünf Frauen – gibt es nur in Rüfenach einen neuen.

Angenommen, sie würden alle gewählt, hätte Scherz noch immer zwei Vakanzen in der Exekutive. Theoretisch ist es auch möglich, dass sich die Wähler im Vorfeld so gut absprechen, um auch nicht angemeldeten Kandidaten zum Sprung in den Gemeinderat zu verhelfen.

In einer etwas komfortableren Situation sind die sieben Gemeinden, die genau gleich viele Kandidaten wie Sitze haben. Das ist in Riniken, Hausen, Windisch, Birrhard, Lupfig, Auenstein und Schinznach-Bad der Fall. In all diesen Gemeinden tritt auch mindestens eine Frau an. In Windisch sind es zwei. Einzig in Lupfig und Auenstein sind alles Bisherige.

In zwei Fällen Sprengkandidaten

Besonders spannend wird die Wahl in den vier Gemeinden mit mehr Kandidaten als Sitzen, dazu gehören die Stadt Brugg mit der Rekordbeteiligung von neun Kandidaten. In Villigen buhlen drei Bisherige und vier Neue um einen Sitz im Gemeinderat.

Speziell ist die Ausgangslage in Birr (siehe Text oben) und in Bözberg: In beiden Gemeinden stellen sich nicht nur die fünf Bisherigen für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Behörde dürfte in Bözberg Meinrad Henzmann aus dem Ortsteil Linn zur Sprengkandidatur bewogen haben. In Birr sind es René Grütter und Hans-Ruedi Bleuel, die auch als Ammann und Vizeammann kandidieren.

Vier Versammlungswahlen

Nicht an der Urne wählen die Stimmberechtigten der Gemeinden Elfingen, Thalheim, Mandach und Habsburg ihre Behördenmitglieder. In diesen vier Gemeinden des Bezirks Brugg finden zwischen dem 20. September und dem 14. November Versammlungswahlen statt. Dafür sind keine Anmeldungen notwendig, da sich die möglichen Kandidaten erst an diesem Abend zur Wahl vorschlagen lassen. Besonders intensiv dürfte die Versammlung in Elfingen am 20. September verlaufen: Dort stellt sich einzig Gemeinderat Giovanni Carau zur Wiederwahl zur Verfügung.

In der Gemeinde Remigen finden die Gesamterneuerungswahlen erst am 13. Oktober statt. Die Anmeldefrist für Kandidaten läuft am 30. August ab.

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