Eine grosse Smiley-Tafel ziert aktuell den Dahlihaus-Platz in Hausen: Mit 103 Ja- zu 62 Nein-Stimmen haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Donnerstagabend einen Verpflichtungskredit von 80 000 Franken für ein Entwicklungsprogramm des Dahlihaus-Areals genehmigt. 70 000 Franken sind für Pflichtenheft und Studienauftrag reserviert, 10 000 Franken für nötige Sicherungsmassnahmen des fast 400-jährigen, ältesten Hochstudhauses der Gemeinde.

In einer ersten Phase werden die Bausubstanz und die Statik des Gebäudes durch Archäologie und Denkmalpflege untersucht, was für die Gemeinde kostenlos ist. Der gesamte Entwicklungsteil, mit Pflichtenheft und Studienauftrag, soll spätestens bis 2017 abgeschlossen sein.

Erhalten, ergänzen, neu bauen

Eine rund 40-minütige Diskussion mit vielen Pro- und einigen Kontra-Stimmen war an der Gemeindeversammlung nötig, ehe das Resultat feststand. Gemeindeammann Eugen Bless wies bei der Vorstellung zum Dahlihaus-Traktandum darauf hin, was im Sinne des Gemeinderates ist: nämlich das Dahlihaus, ohne das Schuhmacherhüsli, abzureissen und dann zu entscheiden, was mit diesem Platz geschehen sollte.

Beat Peterhans, Präsident des Vereins «Pro Dahlihaus», zeigte sich irritiert: «Kann man davon ausgehen, dass dieses Traktandum wie im Gemeindeversammlungsheft beschrieben zur Abstimmung kommt?» Darin wurde unter anderem aufgezeigt, welches die Möglichkeiten für das Dahlihaus wären: nämlich erhalten, ergänzen oder ganz neu bauen. Gemeindeammann Eugen Bless antwortete darauf: «Ja, es ist nichts anderes als im Heft dargestellt. Doch es ist unser Recht aufzuzeigen, dass dies nicht unser Wunsch wäre.»

Ein Stimmbürger zog die Windischer Bossartschüür als Vergleich heran: «Die Wohnungen darin sind hell, die Tore davor wurden restauriert. Beim Dahlihaus geht das nicht, es ist viel zu dunkel darin.» Zuerst alle Möglichkeiten durchzuspielen, waren die Inhalte etlicher Voten an der Gemeindeversammlung, ehe der Verpflichtungskredit angenommen wurde.

Oder wie Stefan Schnyder sagte: «Einem Kind erkläre ich das Ganze mit ‹warte, luege, lose laufe›.» Zuerst das Ganze abklären, denn die Nutzung sei völlig frei.

Gemeindeammann Eugen Bless erklärte nach der Abstimmung: «Wir nehmen den Auftrag entgegen und schauen alle Varianten an.» Man solle danach sagen können, dass dieses Geld sinnvoll eingesetzt wurde. Durch Zwischen- und Endberichte soll die Bevölkerung auf dem Laufenden gehalten werden.

Der Rest problemlos

Der Rechenschaftsbericht und die Verwaltungsrechnung 2013 wurden einstimmig genehmigt. Auch die Kreditabrechnungen für sanierte Wasser- und Abwasserleitungen sowie Gemeindestrassen akzeptierte der Souverän.

Zustimmung fanden die Kreditabrechnungen über die sanierte Liegenschaft Liseliweg 1 und die erneuerten Schulhaus-Spielplätze. Unter Applaus wurden die Schüler Lavsigan und Lavanya Gunasegaram ins Einwohnerbürgerrecht aufgenommen.