Gemeindeversammlung
Hausen hat schon Ja gesagt: Jetzt entscheidet Lupfig über den Gemeindevertrag zum Campus Reichhold

An der Gemeindeversammlung am 25. November entscheiden die Lupfigerinnen und Lupfiger über Geschäfte wie eine Umzonung, damit zwei Kirchgemeinden bauen können, und das Budget 2023. Auch die Schiessanlage ist Thema.

Deborah Bläuer
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Die Gemeinde Lupfig will Land umzonen.

Die Gemeinde Lupfig will Land umzonen.

Bild: Sandra Ardizzone

Auf dem Reichholdareal zwischen Hausen und Lupfig soll mit dem Campus Reichhold ein Werkplatz entstehen, auf dem sich diverse Unternehmen ansiedeln. Um den Gestaltungsplan umsetzen zu können, müssen die Eigentumsverhältnisse auf dem Areal jedoch neu geordnet werden. Darüber wird Lupfig an der Gemeindeversammlung am 25. November befinden.

«Unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Werkleitungsinfrastruktur soll aus Kosten- und Synergiegründen das gesamte Areal – also auch der Lupfiger Teil – über das Wasser- und Abwasserleitungsnetz von Hausen erschlossen werden. Die Details dazu werden in einem Gemeindevertrag geregelt», ist unter Traktandum 3 zu lesen. Über diesen Vertrag sowie einen Beitrag an die Verkehrserschliessung inklusive Beleuchtung des Campus Reichhold wird an der Gemeindeversammlung abgestimmt.

So könnte der Campus Reichhold aussehen.

So könnte der Campus Reichhold aussehen.

Visualisierung: zvg

Es wird beantragt, den Gemeindevertrag zwischen Lupfig und Hausen sowie den Verpflichtungskredit von 527’750 Franken zu genehmigen. Hausen hat dem Vertrag bereits am 17. November zugestimmt und einen Betrag für die Verkehrsinfrastruktur in der Höhe von 578’250 Franken genehmigt.

«Die Problematik liegt beim negativen betrieblichen Ergebnis»

Beim Budget 2023 belaufen sich das operative Ergebnis als auch die Erfolgsrechnung auf 49’215 Franken. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 110%.

«Das operative Ergebnis ist positiv. Dieses setzt sich aus dem Finanzierungsergebnis und dem betrieblichen Ergebnis zusammen. Die Problematik lag oder liegt somit weiterhin beim negativen betrieblichen Ergebnis», schreibt der Gemeinderat. Im Budget 2023 ist das betriebliche Ergebnis -124’713 Franken.

Zwei Kirchgemeinden wollen in Lupfig bauen

Die Römisch-katholische Kirchgemeinde Brugg und die Reformierte Kirchgemeinde Birr wollen auf ihnen gehörenden Flächen in Lupfig die Nutzung zu Wohn- und Gewerbezwecken ermöglichen. Dazu sind jedoch Umzonungen nötig.

Der Gemeinderat schreibt:

«Die bestehende Nutzungsplanung der Gemeinde Lupfig ist aus dem Jahr 1996, womit der Planungshorizont von 15 Jahren bereits überschritten ist.»

Zeitgleich mit den vorliegenden Teilrevisionen der OeBA-Zonen (Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen) sei die Gesamtrevision Nutzungsplanung der Gemeinde Lupfig im Gange.

Die Römisch-katholische Kirchgemeinde Brugg besitzt Land in Lupfig, auf dem auch die Pauluskirche steht.

Die Römisch-katholische Kirchgemeinde Brugg besitzt Land in Lupfig, auf dem auch die Pauluskirche steht.

Bild: zvg

Aufgrund der Dringlichkeit und um die Genehmigung der revidierten Zonenordnung schneller zu erreichen, werden die Teilrevisionen im gleichen Verfahren behandelt und der Gesamtrevision vorgezogen. Der Gemeinderat beantragt die Genehmigung der Teilnutzungsänderung Siedlung zur Umzonung einer Teilfläche der OeBA-Zone in die Wohn- und Mischzone «katholische und reformierte Kirchgemeinde».

Brugg soll zehn Jahre lang das Nutzungsrecht für die Schiessanlage haben

Weiter auf der Traktandenliste stehen die Genehmigung der neuen Satzungen der Regionalen Wasserversorgung Birrfeld und zwei Kreditabrechnungen. Ebenfalls wird über das Austreten der Stadt Brugg aus der einfachen Gesellschaft betreffend Eigentum und Betrieb der Schiessanlage Scherz mit Schützenhaus und Scheibenstand abgestimmt. Gleichzeitig soll auch der Gemeindevertrag über die gemeinsame Führung eines Schützenhauses aufgelöst werden.

Brugg soll während zehn Jahre ein unentgeltliches Nutzungsrecht der Anlage haben. Seit 1992 sind das Schützenhaus, der Schiessstand und der Scheibenstand auf den Parzellen 2128 und 2146 im Besitz der Gemeinden Scherz und Schinznach-Bad, die inzwischen mit Lupfig respektive Brugg fusioniert haben.

Gemeindeversammlung Freitag, 25. November, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Breite.