Gemeindeversammlung
Anspruchsvolle Projekte brauchen ausreichend Ressourcen in Mülligen

Die Pensen von Gemeindeschreiberin und Schulverwaltung sollen um je 20 Prozent erhöht werden in Mülligen.

Michael Hunziker
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Geplant ist, das Pensum der Schulverwaltung – auf dem Bild das Schulhaus – auf 40 Prozent zu verdoppeln.

Geplant ist, das Pensum der Schulverwaltung – auf dem Bild das Schulhaus – auf 40 Prozent zu verdoppeln.

Sandra Ardizzone/Archiv AZ

Der Stellenplan der Verwaltung ist ein Thema an der Gemeindeversammlung in Mülligen am Freitagabend, konkret: die Erhöhung des Pensums der Gemeindeschreiberin um 20 Prozent, die Erhöhung des Pensums der Schulverwaltung um 20 Prozent sowie die Erstellung eines Stellenplafonds.

Die Verwaltung und insbesondere die Gemeindeschreiberin müssten ausreichend Ressourcen haben, um die Miliz-Gemeinderäte bei ihren Aufgaben zu unterstützen, heisst es in den Unterlagen. Die Gemeinderäte können sich dann auf ihre Kernaufgaben konzentrieren wie Konsensfindung, Lösungserarbeitung oder Mitarbeit in Kommissionen und Gremien. Mit dem aktuellen Stellenplan von 230 Prozent liegt die Verwaltung Mülligen etwa im Durchschnitt von vergleichbaren Gemeinden, führt die Behörde aus.

Ausreichend Ressourcen benötigt würden für anstehende anspruchsvolle Projekte wie die Revision der Bau- und Nutzungsordnung, den Neubau des Kindergartens oder die Einführung der digitalisierten Geschäftsverwaltung. Mit letzterer könnten moderne, attraktive Arbeitsbedingungen geschaffen werden, so der Gemeinderat.

Auf Schulverwaltung kommen neue Aufgaben zu

Bei der Schulverwaltung wurde der Stellenplan seit 2013 nicht mehr angepasst, «obschon wiederkehrend neue Arbeiten dazu gekommen sind», fährt der Gemeinderat fort. Derzeit besteht das Pensum aus 20 Prozent. Mit den neuen Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule werde die Schulverwaltung in höherem Masse eingebunden und es gelte insbesondere, bestehende Aufgaben der Schulpflege sowie neue Aufgaben an der Schnittstelle Gemeinderat, Ressortvorsteher und Gemeindeverwaltung zu übernehmen. Die Behörde hält fest:

«Mit der Schaffung von zusätzlichen Ressourcen im Bereich Schulverwaltung kann die Schulleitung kostengünstig von operativen Arbeiten entlastet werden.»

Werden die beiden Pensen­erhöhungen angenommen, verfügt die Gemeinde über total 650 Stellenprozent für alle Gemeindemitarbeitenden. Durch die Erstellung eines Stellenplafonds legt die Gemeindeversammlung dieses Maximum fest. Der Gemeinderat kann künftig eigenständig über die Verteilung entscheiden unter den Mitarbeitenden, also darüber, wie viel Prozent eine Stelle erhält innerhalb dieses Maximums.

Die Rechnung schliesst besser ab als erwartet

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten über die unveränderte Gemeinderatsentschädigung für die Amtsperiode 2022–25, eine Einbürgerung, die Teilrevision des Abwasserreglements, die Teilrevision des Wasserreglements, die Kreditabrechnung «Sanierung ARA Rehmatte» sowie die Verwaltungsrechnung 2020.

Diese schliesst – ohne Spezialfinanzierungen – mit einem Ertragsüberschuss von knapp 304'600 Franken ab (Budget rund 253'600 Franken). Das operative Ergebnis beträgt rund 166'600 Franken (Budget knapp 115'600 Franken). Hinzu kommt ein ausserordentlicher Ertrag von fast 138'000 Franken. Dabei handelt es sich laut Gemeinderat um eine Entnahme aus der Aufwertungsreserve.

Gemeindeversammlung Freitag, 25. Juni, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.