Windisch

Gemeinderat plant, steuerkräftige Neuzuzüger anzulocken

In der laufenden Legislaturperiode stehen in Windisch viele Bauprojekte an. Die Gemeinde ist selber an einigen Projekten beteiligt, wie hier beim Erweiterungsbau des Lindenhofs der Sanavita AG.

In der laufenden Legislaturperiode stehen in Windisch viele Bauprojekte an. Die Gemeinde ist selber an einigen Projekten beteiligt, wie hier beim Erweiterungsbau des Lindenhofs der Sanavita AG.

Die Leitsätze für die laufende Legislaturperiode geben der Windischer Exekutive die Richtung vor. Mit einem internen Kontrollsystem wird die Verwaltung unter die Lupe genommen, damit die Qualiät der Dienstleistungen verbessert werden kann.

«Der Gemeinderat arbeitet nicht im stillen Kämmerlein. Wir verfolgen eine laufende, offene, transparente und umfassende Kommunikationsstrategie», sagt Heidi Ammon, Gemeindeammann in Windisch. Zu diesem Zweck hat der Gemeinderat neue Leitsätze für die kommende Legislaturperiode erstellt. Zu acht verschiedenen Motiven wie «Windisch entspannt», «Windisch bildet» oder «Windisch finanziert» formulierte der Gemeinderat Zielsetzungen. Weiter wurden ungefähr 4500 Flyer mit den Leitsätzen gedruckt. Diese kosten die Gemeinde zwischen 6000 Franken und 7000 Franken.

Ein internes Kontrollsystem

Die Verwaltungsangestellten werden von diesen Zielsetzungen nicht verschont: «Die Dienstleistungsorientierung ist für alle Organisationseinheiten der Gemeinde auf dem gleich hohen Niveau.» Die Verwaltung soll also verbessert werden. Um diese Steigerung zu erreichen, soll die Gemeinde Windisch einem internen Kontrollsystem unterworfen werden, sagt André Gigandet, Verwaltungsleiter der Gemeinde. Dieses hat die Aufgabe alle Prozesse der Gemeindeverwaltung aufzuzeigen. Mit diesen Daten kann die Gemeinde rechnen und Standards festlegen, die erreicht werden sollten. «Nur weil man etwas 20 Jahre lang so gemacht hat, ist es noch lange nicht optimal», sagt Gigandet.

Momentan läuft ein Pilotprojekt in der Abteilung Planung und Bau. Genauer werden die Baubewilligungsverfahren mithilfe des prozessorientierten Kontrollsystems untersucht. Anschliessend wird die Gemeinde Standards festlegen. «Das Gute an diesem Pilotprojekt ist, dass fast alle Funktionen der Gemeinde betroffen sind», sagt der Verwaltungsleiter. Wenn dieses Projekt zufriedenstellend verläuft, werde man das Kontrollsystem auf die gesamte Verwaltung der Gemeinde ausweiten.

«Wir benötigen für das Kontrollsystem keine Hilfe von aussen. Wir haben dieses Know-how», erklärt Heidi Ammon. Wenn man diese Aufgabe intern löse, sei es einfacher, Probleme mit dem Kontrollsystem im Alltag zu beheben. Dieses System ist laut Gigandet nötig, weil die Gemeinde wächst. Man wolle der Zukunft mit einer guten Verwaltung und mit den richtigen Personen auf den richtigen Stellen begegnen.

Auch die Infrastruktur soll sich in der nächsten Legislaturperiode verbessern, um Windisch auch als Wohngemeinde attraktiver zu machen. Dies soll wiederum steuerkräftige Einwohner anziehen. Zudem wird in Windisch tüchtig weitergebaut. «Die Psychiatrischen Dienste Aargau werden in Windisch in den nächsten vier Jahren ein Bauprojekt für etwa 120 Millionen Franken starten. Ein weiteres Grossprojekt ist der ‹Tower› für rund 70 Millionen Franken», sagt Ammon nicht ohne Stolz.

Regionale Zusammenarbeit

Aber die Gemeinde Windisch will nicht nur sich selbst verbessern, sondern auch die Zusammenarbeit in der Region stärken. Dies betrifft etwa die Volksschule oder den Treffpunkt Integration. Je nach Geschäft arbeitet Windisch mit Brugg und Hausen oder mit dem ganzen Eigenamt zusammen. Eine Fusion mit einer Nachbargemeinde hat der Gemeinderat weder als Leitsatz noch als Ziel formuliert.

Man wolle zuerst die Zusammenarbeit fördern. Daraus könne sich aber eine Fusionsdiskussion ergeben, so Ammon. «In diesem Punkt verfolgen wir eine Politik der kleinen Schritte. Hier mit dem Brecheisen anzusetzen, würde sowieso zu nichts führen», erklärt sie weiter.

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