Hausen

Gemeinderat kämpft für Poststandort im Huserhof – und sucht einen neuen Eigentümer

Aus der Poststelle in Hausen wird voraussichtlich eine Agentur. Irene Hung-König

Aus der Poststelle in Hausen wird voraussichtlich eine Agentur. Irene Hung-König

Noch ist der Kampf um den Erhalt der Poststelle in Hausen nicht ausgestanden. Die Umwandlung in eine Agentur scheint sich nicht verhindern zu lassen. Der Gemeinderat setzt sich aber nach wie vor ein für das grösstmögliche Angebot und die bestmögliche Qualität – und beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Standortfrage.

Denn eine Partnerlösung müsste nach seinem Dafürhalten am heutigen Standort im Huserhof realisiert werden. Dort – wo sich die Poststelle seit 40 Jahren befindet – sei die Zugänglichkeit sehr gut. Auch in der Petition, die durch die Bevölkerung eingereicht wurde, komme zum Ausdruck, dass ein Postangebot in den bestehenden Räumen gewünscht wird.

Verkehrssituation ist schwierig

Anders gesagt: Eine Partnerlösung mit einer Agentur soll, geht es nach der Behörde, wenn möglich nicht im Volg-Laden umgesetzt werden. Einerseits müsste dessen Verkaufsfläche durch diesen Schritt reduziert werden, andererseits sei die Verkehrssituation in der Holzgasse bereits jetzt nicht einfach. Mit einer Verlegung des Postangebots würde diese Problematik noch verstärkt.

An der Gemeindeversammlung letzte Woche hat der Gemeinderat betont, dass er eine Partnerlösung in den bestehenden Lokalitäten unterstützt. Momentan werden, sagt die Behörde auf Anfrage, die Besitzverhältnisse der Posträume geklärt und die Ausschreibung lanciert.

Anders gesagt: Gesucht wird ein neuer Eigentümer, der auch den Postbetrieb gewährleisten kann – sei es ein Geschäft oder eine Institution. Wer Interesse daran hat, eine Postagentur in den heutigen Räumlichkeiten zu führen, kann sich ab sofort bei der Gemeindekanzlei Hausen melden.

Protest wurde laut im Dorf

Rückblick: Mitte Juni 2017 wurde bekannt, dass die Post in Hausen auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft, eine Schliessung im Herbst 2018 wahrscheinlich wird. Zur Diskussion standen zwei Möglichkeiten: Hausservice oder Partnerlösung. Im Dorf regte sich Widerstand, lanciert wurde die Petition «Unsere Post muss bleiben». In einem Monat kamen über 3900 Unterschriften zusammen. Auch die lokale Politik und das Gewerbe unterstützten das Begehren.

Anfang März dieses Jahres folgten rund 110 Personen der Einladung des Komitees «Pro Post Hausen» zum Informationsabend. Bei der teilweise emotional geführten Diskussion wurden viele Befürchtungen geäussert. Einen Monat später erschienen die Leute in Scharen zum Informationsanlass der Post. Der Unmut war gross, der Protest laut. Die Bevölkerung tat kund, dass eine Postagentur im Volg-Laden keine Alternative sei.

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