«Ein Zusammenschluss ist die logische Fortsetzung der Entwicklung der letzten Jahre», halten die Gemeinderäte in ihrer Botschaft an die Stimmberechtigten fest. Sie sind davon überzeugt, einen wichtigen und richtigen Schritt zu tun.

Zwei Ortsschilder

Das Zusammenlegen von Aufgaben – bis hin zum Zusammenschluss – wird laut den Gemeinderäten Birr und Birrhard immer notwendiger und attraktiver. «Klug ist, wer vermeidet, unter dem Druck von Sachzwängen handeln zu müssen, sondern vorausschauend und weitsichtig die richtigen Massnahmen einleitet.» Denn: «Warum soll, was im 19. Jahrhundert richtig war, auch im 21. Jahrhundert noch unverändert Gültigkeit haben? Nicht nur in privaten und wirtschaftlichen Bereichen müssen wir uns auf neue Gegebenheiten einstellen. Auch der Staat ist gefordert.»

Gemäss Vertrag erfolgt der Zusammenschluss auf den 1. Januar 2016. Als Name der zusammengeschlossenen Gemeinde wird «Birr» gewählt. Gebildet werden zwei Ortsteile und die Ortsschilder als «Birr» und «Birrhard (Birr)» ausgestaltet. Das neue Wappen wird in Absprache mit dem Staatsarchiv gebildet. Über Wappen und Siegel beschliesst die Gemeindeversammlung.

Als Hauptstandort der Verwaltung wird das bisherige Gemeindehaus in Birr gewählt. In Birrhard soll im bestehenden Gebäude ein Gemeindebüro eingerichtet werden.

Steuerfuss von 110 Prozent

Bei der Finanzplanung der zusammengeschlossenen Gemeinde kann gemäss Gemeinderäten mit einem Steuerfuss von 110 Prozent (2012: Gemeinde Birr 110%; Gemeinde Birrhard 118%) gerechnet werden. «Mit diesem Steuerfuss können ab Planjahr 2019 Ertragsüberschüsse erzielt werden, womit Potenzial zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität entsteht.»

Wird der Zusammenschluss auf Anfang 2016 realisiert, kann die neue Gemeinde mit einem Beitrag aus dem Finanz- und Lastenausgleich rechnen. Anders gesagt: Dank dem Zusammenschluss muss der Steuerfuss in Birr nicht erhöht werden, in Birrhard kann er gesenkt werden.

Ausserordentliche Gemeindeversammlungen in Birr und Birrhard: Freitag, 8. März.