An zwei Sitzungen habe man diskutiert und die Aufgaben neu verteilt. Dabei sei nicht – wie sonst üblich – das Anciennitätsprinzip angewendet worden. Vielmehr hätten alle fünf Mitglieder der Exekutive ihre Interessen und Schwerpunkte einbringen können, so Ammon.

Bei diesen Terminen seien auch der scheidende SP-Gemeinderat Karsten Bugmann, der Verwaltungsleiter André Gigandet sowie Gemeindeschreiber II Stefan Wagner involviert gewesen, erklärte Ammon. Der amtierende Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Viele Überstunden für Verwaltung

Nun sind die Würfel also gefallen: Heidi Ammon wird trotz ihrer neuen Funktion als Gemeindeammann das Finanzressort weiterhin betreuen. Sie wird sich um Organisation und Personal kümmern. «Nach einem eher schwierigen Jahr will ich 2014 Ruhe in die Verwaltung bringen», so Ammon.

Durch den Ausfall von Hanspeter Scheiwiler musste die ganze Arbeit auf vier Gemeinderatsköpfe verteilt werden. Dies in einem Jahr, in dem mit der Campus- und Campussaal-Eröffnung sowie zahlreichen weiteren Sanierungs- und Bauarbeiten für die Gemeinde besonders viel Arbeit anfiel.

Den zusätzlichen Aufwand bekamen die Verwaltungsangestellten in unzähligen Überstunden deutlich zu spüren.

Gemeindeammann Ammon wird die Gemeinde Windisch im Planungsverband Brugg Regio vertreten. Aber nicht mehr als Präsident, wie ihr Vorgänger Hanspeter Scheiwiler. Das sei mit dem Brugger Stadtammann Daniel Moser, der sich für dieses Amt bewerben wird, abgesprochen, betonte Ammon.

Raumplanung ist Frauensache

Zusammen mit Rosi Magon von der SP will die SVP-Politikerin Ammon beim Projekt Raum Brugg-Windisch, der laufenden Ortsplanungsrevision, mitwirken. Rosi Magon wird ab Januar das Amt als Vizeammann von Heinz Wipfli erben. Sie wird weiterhin für die Bildung und neu für die Raumplanung, Natur und Landschaft sowie den Verkehr zuständig sein. Die beiden Projekte «Regionalisierung der Jugendarbeit» und «Treffpunkt Integration» wird Magon noch abschliessen respektive in ein Nachfolgeprojekt überleiten.

Heinz Wipfli von der CVP wird seinen Ressorts Tiefbau und Werkleitungen treu bleiben: «Ich bin froh, dass ich diese Aufgaben weiterführen kann. Als Ingenieur und Projektleiter kann ich mein Wissen und meine Kontakte weiterhin einbringen.»

Hochbau und Soziales für Neue

Die beiden neu gewählten Gemeinderäte, Max Gasser von der FDP und Christoph Häfeli von der SP, bereiten sich auf ihr neues Amt vor. «Ich bin noch am Abnabeln der alten Aufgaben als Einwohnerrat und als FDP-Fraktionschef», sagte Gasser. Er wird sich künftig unter anderem um den Hochbau und das Freibad Heumatten kümmern. «Ich freue mich, wie unsere Gemeinde mit der regen Bautätigkeit ein neues Gesicht bekommt.»

Als Apotheker ist Christoph Häfeli mit seinem Aufgabengebiet Gesundheit, Soziales und Jugend ganz glücklich. «Als lieber und netter Parteigänger der SP stehen mir diese Themen ja nahe», sagte er. Vieles erbt Häfeli von seinem Vorgänger und Parteikollegen Karsten Bugmann.

Der neue Gemeinderat will mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen und lädt am 8. Januar erstmals zu einem Neujahrsapéro ein.