Windisch
Gemeinde spannt mit Mobility zusammen und bietet neuen Standort im Zentrum an

Mit einer Lenkungsabgabe respektive einem Ökobonus sollen die Angestellten zum Umsteigen vom Auto auf den öffentlichen oder Langsamverkehr animiert werden. Mit diesem Konzept soll auch ein Legislaturziel der Energiestadt Windisch erreicht werden.

Claudia Meier
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Urs Rey (v.l.) , Sektionsleiter Aargau bei Mobility, und Gemeinderat Karsten Bugmann beim Gemeindehaus.CM

Urs Rey (v.l.) , Sektionsleiter Aargau bei Mobility, und Gemeinderat Karsten Bugmann beim Gemeindehaus.CM

«Natürlich jubelte niemand», sagt Gemeinderat Karsten Bugmann auf die Frage, wie die Mitarbeitenden auf die Einführung des Mobilitätsmanagements (siehe Box) reagiert hätten. «Die Mehrheit der Gemeindeangestellten sieht aber ein, dass die Parkplätze im Zentrum von Windisch knapp sind», so Bugmann weiter.

Diese Parkplatzknappheit war denn auch ein wichtiger Grund, weshalb der Gemeinderat ein Mobilitätskonzept verabschiedete.

Bis 400 Franken Ökobonus

Für eine Parkkarte bezahlen die Angestellten 600 Franken bis 1600 Franken pro Jahr. Parkgebühren werden aber nicht zur Verbesserung der Gemeindekasse erhoben. «Was wir mit der Lenkungsabgabe einnehmen setzen wir für den Ökobonus wieder ein», sagt Bugmann.

Mitarbeitende aus Windisch, Hausen, Brugg, Mülligen und Gebenstorf gehören zur Kernzone. Ihnen kann eher zugemutet werden, auf das Auto zu verzichten. Der Ökobonus beträgt denn innerhalb der Kernzone 100 Franken pro Jahr, ausserhalb der Kernzone 400 Franken pro Jahr.

Die ersten Erfahrungen sind positiv. «Rund ein Drittel der Verwaltungsangestellten konnten wir zum Umsteigen motivieren», sagt Kurt Schneider, Leiter der Abteilung Planung und Bau.

Gut sichtbar an zentraler Lage

Niemand erwartet, dass grundsätzlich aufs Auto verzichtet wird. Die Genossenschaft Mobility betreibt seit Anfang März einen neuen Standort unmittelbar neben dem Gemeindehaus Windisch. Das Fahrzeug steht allen Mobility-Mitgliedern zur Verfügung; die Reservation erfolgt online.

Die Gemeinde kann mit dem neuen Standort ihren Angestellten eine bequeme Lösung anbieten und Mobility kann die Präsenz verstärken. «Die gute Sichtbarkeit der Mobility-Fahrzeuge ist für eine gute Auslastung wichtig», sagt Urs Rey, Sektionsleiter Aargau.

Das Mobility-Fahrzeug an der Dorfstrasse wird Ende März zum Technopark nach Unterwindisch verschoben. Beim Kunzareal hofft Mobility auf bessere Auslastung des Autos durch die Anwohner. Wegen geringer Nachfrage wird der Standort Gebenstorf Alter Löwen hingegen per 26. März 2013 aufgehoben.

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