Mülligen
Gemeinde macht Dampf: Nächstes Schuljahr soll der Neubau stehen

Innert kurzer Zeit ist das Projekt für die Schulraumerweiterung ausgearbeitet worden. Während einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung Ende August wird über einen Kredit von knapp fünf Millionen Franken abgestimmt.

Michael Hunziker
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Blick vom Pausenplatz zum neuen Schulhaus: Die Visualisierung zeigt den eingeschossigen Trakt.Architekturbüro Christian Bühlmann, Zürich

Blick vom Pausenplatz zum neuen Schulhaus: Die Visualisierung zeigt den eingeschossigen Trakt.Architekturbüro Christian Bühlmann, Zürich

Jetzt gilts ernst beim Schulhaus-Neubau in Mülligen: Die ausserordentliche Gemeindeversammlung entscheidet am 30. August über einen Kredit von 4,6 Mio. Franken für die Schulraumerweiterung inklusive Heizungssanierung und Verschiebung des Kinderspielplatzes.

«Das Projekt trägt den neuen Organisationsformen im Schulbereich und der Entwicklung von Mülligen Rechnung», ist der Gemeinderat überzeugt. Mit der Erweiterung sei die Schule für die Zukunft gut gerüstet, die Bedürfnisse des Schulbetriebs seien langfristig abgedeckt.

«Stimmige Gesamtanlage»

Der Hintergrund: Mülligen ist in den vergangenen Jahren gewachsen und zählt bald 1100 Einwohner. Kontinuierlich zugenommen haben auch die Schülerzahlen. Gemäss Gemeinderat sind die Platzverhältnisse an der Schule schon seit einiger Zeit beengt. Mit dem Schulsystemwechsel auf neu sechs Jahre Primarschule und drei Jahre Oberstufe sowie der neuen maximalen Klassengrösse von 25 Kindern verändern sich die Raumbedürfnisse.

Eine Arbeitsgruppe Schulraumplanung ermittelte mit dem Büro Kohli und Partner Kommunalplan AG, Wohlen, den Bedarf an künftigen Schulräumen und die notwendigen Kosten. Im November des letzten Jahres genehmigten die Stimmberechtigten den Kredit von 500 000 Franken für die Projektierung.

Weil die Räumlichkeiten bereits auf den Beginn des Schuljahres 2014/15 bereitgestellt werden müssen, sind die Vorgaben eng. «Innert kürzester Zeit», so der Gemeinderat in seinen Ausführungen zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung, sei ein Projekt ausgearbeitet worden.

Gemäss Bericht der Architekten bildet das geplante, neue Schulgebäude zusammen mit dem Gemeindehaus, dem bestehenden Schulhaus und der Mehrzweckhalle «eine stimmige Gesamtanlage». Der Kinderspielplatz wird an den Standort der heutigen Kugelstossanlage verlegt.

Schulzimmer und Gruppenräume sind im neuen, eingeschossigen und nicht unterkellerten Erweiterungstrakt nach Osten ausgerichtet. Gewährleistet sind laut Bericht «maximale flexible Unterrichtsformen und Nutzungsmöglichkeiten». Die Räume werden mit neuem Mobiliar ausgestattet.

Lebensdauer überschritten

Gleichzeitig mit der Schulraumerweiterung wird die Heizungsanlage saniert und im Untergeschoss der Mehrzweckhalle installiert. Kostenpunkt: rund 700 000 Franken. An der Anlage, die ihre Lebensdauer überschritten hat, sind das Schulhaus, das Gemeindehaus und die Mehrzweckhalle angeschlossen.

Die Ölheizung ist gemäss Gemeinderat in den vergangenen Jahren reparaturanfällig geworden. Auch die Vorschriften für die Abgasverluste könnten nicht mehr eingehalten werden.

Ausserordentliche Gemeindeversammlung Freitag, 30. August, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.

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