Riniken

Gemeinde kaufte Haus für Asylunterkunft – nun wehren sich Anwohner mit Referendum

Der Gemeinderat möchte die Liegenschaft an der Ausserdorfstrasse 11 kaufen und als Asylunterkunft nutzen.

Der Gemeinderat möchte die Liegenschaft an der Ausserdorfstrasse 11 kaufen und als Asylunterkunft nutzen.

Das Thema Asylunterkunft kommt noch einmal auf den Tisch in Riniken: Der definitive Entscheid fällt am 30. Oktober an der Urne.

Anfang September bewilligte die ausserordentliche Gemeindeversammlung in Riniken mit 113 zu 25 Stimmen den Kredit von 820 000 Franken für den Kauf der Liegenschaft an der Ausserdorfstrasse 11. Diese möchte der Gemeinderat als Unterkunft für die zugewiesenen Asylbewerber nutzen.

Gegen den Entscheid ist mit 237 Unterschriften das Referendum zustande gekommen. Erforderlich waren 199 Unterschriften. «Die formellen Voraussetzungen sind erfüllt», heisst es im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde. Der Urnengang findet am 30. Oktober statt.

Als Unterkunft für die Asylbewerber ist in Riniken bisher der ehemalige Gasthof Hirschen gemietet worden. Dessen Eigentümer teilte der Behörde aber mit, dass er den Mietvertrag bis Ende März 2018 kündigen wird. Der Gemeinderat machte sich deshalb auf die Suche nach einer neuen Lösung.

Der Kauf des Hauses an der Ausserdorfstrasse 11 bot sich an: Der im letzten Jahr verstorbene Besitzer räumte der Einwohnergemeinde im Testament ein Vorkaufsrecht ein. Der Wohnteil bietet Platz für 8 bis 10 Personen. (mhu)

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