Region Brugg
Geld für attraktive Landschaft in der Region Brugg

Das regionale Landschaftsqualitätskonzept ist erarbeitet. Jetzt wird es – zusammen mit den regionalspezifischen Massnahmen – den Landwirten und Behördenvertretern vorgestellt.

Michael Hunziker
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Mit den Landschaftsqualitätsbeiträgen werden Leistungen abgegolten, mit denen die Landwirte für den Erhalt, die Förderung und die Weiterentwicklung von attraktiven Landschaften sorgen.wal/Archiv az

Mit den Landschaftsqualitätsbeiträgen werden Leistungen abgegolten, mit denen die Landwirte für den Erhalt, die Förderung und die Weiterentwicklung von attraktiven Landschaften sorgen.wal/Archiv az

Walter Schwager

Eingeführt worden sind die Landschaftsqualitätsbeiträge als neue Direktzahlungs-Kategorie im Rahmen der Agrarpolitik 2014–17 des Bundes.

Ziel ist es, Leistungen von Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen, mit denen diese attraktive Landschaften erhalten und weiterentwickeln – zum Beispiel mit der Pflege einer bestehenden, landschaftsbildprägenden Allee entlang eines Wanderwegs.

Anders gesagt: Die Vielfältigkeit der Kulturlandschaft sowie der regionale Charakter und die Erholungsqualität werden gefördert, hält der Planungsverband Brugg Regio fest. «Die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche steht jedoch immer im Vordergrund.» Für die Gemeinden sind attraktive Landschaften ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Standorten, ist Brugg Regio überzeugt und nennt als Stichwort die Lebensqualität.

Damit die Landschaftsqualitätsbeiträge ausbezahlt werden, ist ein regionales Projekt mit spezifischen Zielen und Massnahmen erforderlich. Erarbeitet wurden die Grundlagen für das regionale Landschaftsqualitätskonzept unter der Leitung von Brugg Regio durch eine breit abgestützte Landschaftskommission mit Vertretern aus Behörden sowie aus den Bereichen Forst, Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft.

«Die Hauptakteure für die Realisierung der Massnahmen sind die direktzahlungsberechtigten Landwirte», stellt Brugg Regio fest. Die Beteiligung basiere auf Freiwilligkeit und setze einen Vertragsabschluss mit achtjähriger Laufzeit voraus. Finanziert werden die Landschaftsqualitätsbeiträge zu 90 Prozent vom Bund. Den Rest übernimmt der Kanton.

Zur Erinnerung: Ursprünglich wollte der Kanton die restlichen 10 Prozent den Gemeinden überlassen. Diese Finanzierung sorgte im letzten Jahr für Gesprächsstoff (die az berichtete). Im November schliesslich überwies der Grosse Rat mit 109 zu 0 Stimmen eine Motion aus bäuerlichen Kreisen, die den Kanton zur Zahlung verpflichtet.

Informationsveranstaltungen 1. Juli, 20 Uhr, Turnhalle, Oberbözberg; 8. Juli, 20 Uhr, Turnhalle, Scherz.