Kommentar
Geld allein macht nicht glücklich

Brugg sollte sich nicht auf einem goldenen Kissen ausruhen, sondern investieren.

Claudia Meier
Claudia Meier
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Im Brugger Stadthaus hat Vizeammann Leo Geissmann mit Finanzverwalter Stefan Huber die Rechnung präsentiert.

Im Brugger Stadthaus hat Vizeammann Leo Geissmann mit Finanzverwalter Stefan Huber die Rechnung präsentiert.

Michael Hunziker

Vor acht Jahren – Ende 2009 – betrug das Nettovermögen der Stadt Brugg 31,3 Mio. Franken. Zwei Amtsperioden später ist das Nettovermögen auf 83,8 Mio. Franken angestiegen. Das ist erfreulich. Ein Finanzpolster gibt Sicherheit.

Zudem kann mit den Erträgen aus dem hohen Finanzvermögen das strukturelle Defizit, also das Minus aus der betrieblichen Tätigkeit, behoben werden. Es wäre somit fatal, das Nettovermögen konstant abzubauen. Aber wie viel Geld will Brugg noch auf die hohe Kante legen? Warum wird nicht mehr investiert?

Finanzminister Leo Geissmann sagte bei der Präsentation der Jahresrechnung 2017: «Zusätzliche Erträge nehmen wir immer sehr gerne.»

Und was bietet die Stadt im Gegenzug der Bevölkerung und dem Gewerbe? Wie kann die Lebensqualität gesteigert werden? Ist es angesichts des Vermögens nicht kleinlich, dass beispielsweise die Pumptrack- Betreiber den Abfall auf öffentlichem Grund selbst entsorgen müssen?

Die Bevölkerungszahl in Brugg ist leicht rückläufig. Der Stadtrat ist gefordert, für die Attraktivität der Stadt zu sorgen.

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