Mandach
Geheizt wird in Mandach in Zukunft mit dem Holz der Ortsbürger

Die Ölheizung im Untergeschoss der Turnhalle in Mandach hat ausgedient: Die Stimmberechtigten entscheiden über einen Kredit von 750000 Franken für den Neubau einer Holzschnitzelheizung mit Wärmeverbund.

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An den geplanten Wärmeverbund angeschlossen sollen unter anderem die gemeindeeigenen Liegenschaften werden.

An den geplanten Wärmeverbund angeschlossen sollen unter anderem die gemeindeeigenen Liegenschaften werden.

Max Weyermann

Die Absicht ist klar: An den Wärmeverbund Mandach angeschlossen werden sollen die gemeindeeigenen Liegenschaften – Schulhaus, Turnhalle, Gemeindekanzlei, Mehrzweckgebäude – sowie die neuen Liegenschaften der Kirchgemeinde mit zwölf Wohnungen und etwas später das Pfarrhaus und weitere private Liegenschaften.

Der Wärmeverbund stelle für die Gemeinde zwar ein grosses Bauwerk dar, hält der Gemeinderat fest. Er ist aber davon überzeugt, «dass Mandach damit eine sinnvolle Investition tätigen wird». Denn einerseits müssten die Gemeindeliegenschaften so oder so mit neuen Wärmeerzeugungssystemen ausgerüstet werden. Andererseits werden die Holzschnitzel aus dem Forst der Ortsbürger Mandach, so der Gemeinderat, dazu beitragen, dass das neue System nicht zuletzt dank der kurzen Transportwege des Brennstoffs eine hervorragende Ökobilanz aufweisen wird. «Die Kostenstruktur ist so ausgelegt, dass der zukünftige Eigenwirtschaftsbetrieb Wärmeverbund die Gemeindekasse nicht belasten, sondern sich innerhalb der voraussichtlichen Nutzungsdauer selber finanzieren wird», so die Behörde.

Rückblick: Im November 2011 genehmigte die Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit für die Sanierung von Turnhalle und Schulanlage. Für den Ersatz der Heizung vorgeschlagen wurde die Variante mit zwei Holzschnitzkesseln. Nach der öffentlichen Informationsveranstaltung im September dieses Jahres hat die ausserordentliche Ortsbürgergemeindeversammlung einen Beitrag von 250 000 Franken an die Holzschnitzelheizung gutgeheissen.

«Es soll möglichst nur Holz aus Mandacher Wald verwendet werden», führt der Gemeinderat aus. Zwischen der Einwohnergemeinde und der Ortsbürgergemeinde wird zu diesem Zweck ein Liefervertrag abgeschlossen. Der Schnitzelbezug für die erste Etappe liegt bei ungefähr 520 Kubikmetern pro Jahr.

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung am 28. November das Wärmeabgabereglement des Wärmeverbunds Mandach sowie das Budget 2015 mit einem unveränderten Steuerfuss von 120 Prozent. (mhu)

Gemeindeversammlung Freitag, 28. November, 20.15 Uhr, Turnhalle.

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