Bözberg

Gegner anerkennen Adressen-Entscheid von Bözberg

Augenschein in Bözberg: Die Stimmberechtigten haben sich für die neuen Adressen ausgesprochen.Chris Iseli

Augenschein in Bözberg: Die Stimmberechtigten haben sich für die neuen Adressen ausgesprochen.Chris Iseli

Das Initiativkomitee «Unsere Adressen behalten» nimmt Stellung zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung in Bözberg und spricht von einem nachhaltigen Signal.

Die ausserordentliche Gemeindeversammlung in Bözberg hat die Initiative «Unsere Adressen behalten» abgelehnt (wir berichteten). In einem Communiqué hält das Initiativkomitee jetzt fest, dass es «in demokratischer Art» den Mehrheitsbeschluss der Bözbergerinnen und Bözberger anerkenne. «Leider wurde die Chance, zu den bisherigen Adressen zurückzukehren, von der Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten nicht erkannt.»

Mit dem für alle Einsprachen verfügten Entzug der aufschiebenden Wirkung und der Festlegung des Versammlungstermins auf das letztmögliche Datum sei sich das Initiativkomitee bewusst gewesen, über die schlechteren Karten zu verfügen.

Das Initiativkomitee dankt allen, die sich für den Erhalt der bisherigen Adressen «mit klaren Ortsbezeichnungen» eingesetzt haben und ist erfreut, dass sich die Befürworter der Initiative «bis zuletzt mit Fairness» an den üblichen demokratischen Stil gehalten hätten.

Sympathien für die Anliegen

Das Initiativkomitee, so steht weiter im Communiqué, sei sich auch bewusst gewesen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Unterbözberg und Oberbözberg von der Adressänderung weniger betroffen seien, bleiben doch in ihren Adressen «Bözberg» und zum grossen Teil auch die früheren Strassenbezeichnungen erhalten.

«Dennoch steuerte der Ortsteil Oberbözberg zur Initiative die meisten Unterschriften bei, was den Initianten zeigte, dass einerseits auch dort ein gewisser Unmut herrscht, andererseits Sympathien für die Anliegen der betroffenen Ortsteile Gallenkirch und Linn stark verbreitet sind», wird ausgeführt.

Und: «Dennoch gelang es nicht, in den mit ihren Adressen offensichtlich zufriedenen Ortsteilen Oberbözberg und Unterbözberg zusätzliche Stimmen zu gewinnen.»

Das Abstimmungsresultat zeige, dass die kleinen Ortsteile – auch wenn Gallenkirch und Linn geschlossen auftreten würden – mit ihren Anliegen bei einem Stimmenpotenzial von 1:4 in der fusionierten Gemeinde «keine Chance haben werden».

In dieser Beziehung werde die Auseinandersetzung auf dem Bözberg «bestimmt ein nachhaltiges Signal für künftige Fusionen weit über den Aargau hinaus aussenden».

Meistgesehen

Artboard 1