Brugg
Gefahr erkannt, aber noch nicht gebannt

Die IG Verkehrssicherheit überreicht dem Stadtrat eine Karte mit 120 Gefahrenstellen. Sie sind über das gesamte Gebiet der Stadt Brugg verteilt.

Louis Probst
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«Es gibt einen Radstreifen, dann wirds eng und dann gibt es gar nichts mehr für die Radfahrer», sagt Herbert Künzi von der IG Verkehrssicherheit Brugg bei der Bushaltestelle an der Baslerstrasse in der Vorstadt. Der Ort ist gut gewählt, um die Gefahren für die Velofahrer aufzuzeigen. Bergwärts sieht sich der Velofahrer buchstäblich an die Wand respektive an die Mauer gedrückt. Und talwärts steht auch nicht viel mehr Platz zur Verfügung.

Der Ort an der Baslerstrasse ist eine der mehr als 120 Gefahrenstellen im Gebiet der Stadt Brugg, die von der IG Verkehrssicherheit aufgenommen und auf einer Karte eingetragen worden sind. «Die Gefahrenstellen sind über das gesamte Gebiet der Stadt Brugg verteilt», erklärt Judith Bühler, die Präsidentin der IG Verkehrssicherheit Brugg. «Es sind Gefahrenstellen, die alle betreffen. Und es gibt dabei auch Hotspots.»

Gewichtige Post für den Stadtrat

An diesem Morgen wird das Dossier offiziell dem Stadtrat übergeben. Vor der Übergabe zeigen Mitglieder der IG Verkehrssicherheit auf einem ausgedehnten Rundgang Vizeammann Martin Wehrli, Stadträtin Andrea Metzler, Polizeichef Heiner Hossli und Stefan Zinniker vom Bauamt besondere Gefahrenstellen, aber auch mögliche Massnahmen auf.

Für die Sicherheit der Velofahrer beispielsweise geht die Forderung der IG Verkehrssicherheit nach besserer Markierung und vor allem nach einem durchgehenden Radroutennetz. Weitere Posten gelten der Sicherheit im Wohnquartier – die sich gemäss IG mittels Tempo 30 verbessern liesse –, dem Thema Fussgängerquerungen und der Sicherheit im Schulquartier. «Bei der Sicherheit im Schulquartier bestehen grosse Verbesserungspotenziale», stellt Karin Graf von der IG Verkehrssicherheit fest. «Das gilt für sämtliche Schulanlagen.»

Die Forderungen der IG gehen daher nach Begegnungszonen oder Tempo 30 bei Schulanlagen. Über die Stationen Sicherheit auf Fusswegen – hier wünscht sich die IG ein Netz konfliktarmer Fussgängerwege – und punktuelle Gefahrenstellen führt der Rundgang zur Eisihalle, wo Judith Bühler Vizeammann Martin Wehrli das Dossier überreicht.

«Das Anliegen wird weiterverfolgt»

«Man sieht diese Stellen aus einer ganz anderen Perspektive», stellt Martin Wehrli fest. Und er versichert: «Der Stadtrat wird das Anliegen der IG weiter verfolgen. Wichtig ist, dass Stellen mit grossem Gefahrenpotenzial unverzüglich angegangen werden. Die Regionalpolizei hat da aber stets ein Auge drauf.»