Mandach
Gasthaus Hirschen soll Treffpunkt für alle sein

Der Gemeinderat will die Wohnbaugenossenschaft mit der Zeichnung von fünf Anteilscheinen unterstützen. Nun liegt der Ball bei den Stimmbürgern.

Michael Hunziker
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Das Gasthaus Hirschen wird langfristig erhalten.cm

Das Gasthaus Hirschen wird langfristig erhalten.cm

Claudia Meier

Der Gemeinderat Mandach ist überzeugt, dass der langfristige Erhalt des Gasthauses Hirschen zum Wohl der gesamten Gemeinde ist. Er möchte fünf Anteilscheine im Betrag von insgesamt 10'000 Franken zeichnen. Der Entscheid liegt bei den Stimmberechtigten.

Rückblick: Die Wohnbaugenossenschaft Hirschen Mandach ist im Januar dieses Jahres gegründet worden. Sie will das stattliche Gasthaus zum Treffpunkt für die Bevölkerung machen. Die Um- und Ausbauarbeiten haben in der Zwischenzeit begonnen. Saniert wird einerseits der Restaurantbereich, in den Obergeschossen entstehen andererseits neue Wohnungen und Gästezimmer.

Weil es nicht Aufgabe einer Gemeinde sei, ein Restaurant zu betreiben, erachtet die Behörde die Gründung einer breit abgestützten Wohnbaugenossenschaft als sinnvoll und richtig. Die Genossenschaft habe in vielen Bereichen die gleichen Ziele wie der Gemeinderat: Mandach soll als attraktive Wohngemeinde über die Region hinaus bekannt sein. Zudem sollen die Vereine weiter bestehen können. Diese Ziele, ist der Gemeinderat überzeugt, können durch ein gutes Restaurant im Dorf unterstützt werden. Komme hinzu, dass nach der Schliessung des Dorfladens ein Treffpunkt fehle. Der Einbau von zusätzlichen Wohnungen schliesslich helfe mit, die Bevölkerungszahl moderat zu erhöhen.

Ebenfalls zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung am Donnerstag, 25. Juni, die Rechnung 2014, das Reglement für die Kontrollen der Öl- und Gasfeuerungen, der Beitritt zum Gemeindeverband Soziale Dienstleistungen Region Brugg, der Kredit von 40 000 Franken für die Projektierung der Sanierung des Abwasserleitungsnetzes und der Strassen Geissacker–Schattengasse sowie der Kredit von 65'000 Franken für den Bau einer Entwässerung oberhalb der Trottenmatt.

Die Ableitung des Oberflächenwassers entlang des Feldwegs oberhalb der Trottenmatt – von der Wasenegg bis zur Spatzematt – ist gemäss Gemeinderat ungenügend. «In der Vergangenheit sind schon mehrere Male grosse Schäden durch das Wegspülen von Mergel in den Strassen entstanden.» Kleinere Massnahmen wie zusätzliche, einzelne Rohrleitungen hätten bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht. «Die letzten Starkregen haben das bestehende Ablaufsystem komplett überlastet», fährt der Gemeinderat fort. Ziel sei es, kostengünstig eine endgültige Lösung für die Oberflächenentwässerung zu erstellen, um auch grosse Wassermengen abzuführen – ohne, dass die Mergel-Verschleissschicht abgetragen und die angrenzenden Liegenschaften in Mitleidenschaft gezogen werden.

Gemeindeversammlung Donnerstag, 25. Juni, 20.15 Uhr, Untergeschoss des Schulhauses.