Schinznach-Dorf
Gärtner, Familien und Seniorenpärchen stürmen Gartencenter

Das sonnige Wetter lockt viele in die Gärtnereien – mit leeren Händen geht fast niemand nach Hause. So auch im Gartencenter Zulauf in Schinznach-Dorf. Der Andrang von Gärtnern und Privaten liess in der Mitte des Centers sogar ein Café entstehen.

Barbara Schlunegger
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Wunderbare Blumenpracht – so weit das Auge reicht
15 Bilder
Weisse Schönheiten
Töpfe aller Formen und Grössen
Rot, Weiss und Orange läuten den Frühling ein
Rosa Wandelröschen
Hier finden Wildbienen ein Zuhause
Frühlingswerk
Gelbe Löwenmäulchen
Es blüht und gedeiht an allen Ecken
Die kleinen Bäumchen werden gross, wenn man ihre Wurzeln nicht schenidet
Diese Vögel fliegen garantiert nicht weg
Gartencenter: Die grüne Versuchung im Frühling
Auch Vogelhäuschen sind zu haben
Crèmefarben strahlen sie um die Wette
Blume und Topf haben sich farblich abgestimmt

Wunderbare Blumenpracht – so weit das Auge reicht

Barbara Schlunegger

Mit dem Frühling erwacht das Leben neu. Oder um es mit den Worten von Henry David Thoreau, einem amerikanischen Schriftsteller, zu sagen: «Der Frühling ist eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.» Dies wird niemand verleugnen.

Schon gar nicht, wenn er oder sie das Gartencenter Zulauf in Schinznach-Dorf besucht hat. Dort blühen nämlich momentan Narzissen, Stiefmütterchen und Löwenmäulchen, als gäbe es kein Morgen. Neben den bereits grünenden und blühenden Pflanzen ist auch ein Teil für Bonsai, japanische Zwergbäumchen, und deren Zucht reserviert.

Wenn es den Gärtner nach einem Mitbringsel für die Liebsten gelüstet, wartet der «Zulauf» mit einem Geschenke-Sortiment auf. Im Café innerhalb des Centers steht die Zeit inmitten der Blumen- und Pflanzenpracht bei Kaffee und Kuchen einen Nachmittag lang still.

Besucher aus der ganzen Schweiz

Es sind längst nicht nur Menschen aus der Region, die das Gartencenter in Schinznach-Dorf aufsuchen. Die Leute pilgern aus allen Ecken der Schweiz in die Region Brugg, um sich das Wiedererwachen der Natur mit anzusehen – und gleich ein Stück davon mit nach Hause zu nehmen und im eigenen Garten anzupflanzen. Obwohl die Gärtner in Scharen hereinströmen, verteilt sich die Menschenmasse gut.

Es wirkt beinahe so, als wären Gärtner unter sich eine schweigende Gemeinschaft, in der jeder den anderen in Ruhe gewähren lässt. Sie alle verbindet die Liebe zur Natur. Im Gartencenter vergisst man die Zeit. Oder man geht erst gar nicht hin, wenn man sich keine nehmen will.

Einer, der einen Grossteil dieser Zeit mit kränkelnden Pflanzen verbringt, ist Pascal Erne. Der 42-Jährige ist der Pflanzendoktor im Gartencenter Zulauf. «Die Leute kommen zu mir mit ihren kranken Pflanzen, wenn sie nicht wissen, was ihnen fehlt», sagt er. Erne versucht dann, ein «Heilmittel» zu finden, um die Pflanze genesen zu lassen. Begonnen hatte dieses Angebot einst Hermann Zulauf, ein Mitglied der Gründerfamilie der Gärtnerei.

Damals kümmerte sich der Pflanzendoktor nur in einem bestimmten Zeitrahmen um kränkliche Pflanzen. Vor einiger Zeit hat Erne seinen Job übernommen und ist jederzeit für seine grünen Patienten da. Zu Hause bewirtschaftet Erne «einen ganz normalen Gemüsegarten».

Der Rundgang durch das Gartencenter beweist eines: Den typischen Gärtner gibt es nicht. Neben Pensionierten, die das Gärtnerparadies pärchenweise erkunden, haben junge Familien genau so wie Einzelpersonen den Weg nach Schinznach-Dorf gefunden.

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