Vor eineinhalb Jahren hat das Gartenprojekt der Brugger Fünftklässler von Lehrerin Barbara Gabathuler begonnen. Hinter dem Stapferhüsli pflügten die Schülerinnen und Schüler mit einem 100-jährigen Pflug die Wiese. Nachdem sie die Erde fein gehackt hatten, säten sie Dinkel. Immer wieder massen sie die Dinkelhalme und hielten so das Wachstum in einem Gartentagebuch fest.

Im Herbst schnitten sie schliesslich die Ähren. Das Stroh durften sie für ihre Haustiere nach Hause nehmen. In einer Mühle liessen sie die Dinkelkörner mahlen und aus dem Mehl backten sie schliesslich in der Schule Brote. Etwa zur gleichen Zeit ernteten sie auch die Kartoffeln. Einen Teil davon assen sie im Klassenlager.

«Auch in diesem Frühling bepflanzten wir wieder unsere Beete», schreiben die Schülerinnen Tabea Rudolf und Johanna Ruoff. «Die ganze Erfahrung der letzten Gartensaison liessen wir nun einfliessen.» In diesem Jahr haben die Schüler zusätzlich ein Bohnenzelt gebaut. Dank dem warmen Wetter wachsen Erbsen, Radieschen, Salate, Randen, Fenchel und Sellerie. «Einer weiteren Klasse überliessen wir im Schulgarten ein grosses Beet für Kartoffeln», halten Tabea und Johanna fest. Im Pfarrgarten und im Simmengut gärtnern ebenfalls insgesamt 36 Brugger Schulkinder der 2. bis 5. Klassen in ihrer Freizeit. Während des saisonalen Gartenkurses lernen sie Nützliches über die Pflanzen und die Pflege.

Mit einem Gartenrundgang luden die Fünftklässler von Lehrerin Barbara Gabathuler die Eltern und Interessierten zu einem Gartenbesuch mit Apéro ein. Weil sich die Klasse im vergangenen Quartal auch mit Wildbienen und deren Wichtigkeit beschäftigte, haben die Kinder zu diesem Thema Plakate aufgehängt sowie Saatkugeln und gemalte Gartenschilder präsentiert. Eine Naturgartenfrau unterstützte sie mit ihrem Wissen zu Wildbienen. «Nun geht es bereits ans Ernten», schreiben Tabea und Johanna. «Die ersten Salate trugen wir schon nach Hause.» (az)