Schinznach-Dorf

Galerie la vida bringt Leben in den Heimalltag

Thomas Lüscher und Emmi Wernli freuen sich auf die Ausstellung der Holz- und Bronzeskulpturen. mhu

Thomas Lüscher und Emmi Wernli freuen sich auf die Ausstellung der Holz- und Bronzeskulpturen. mhu

Der Thalheimer Künstler Thomas Lüscher stellt seine Skulpturen im Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal in Schinznach-Dorf aus. Einige Skulpturen erinnern die Bewohner an ihre Jugendzeit.

Thomas Lüscher aus Thalheim, der Holzbildhauer und Bronzeplastiker, dessen Schaffen in Tourismus-Destinationen und Metropolen im In- und Ausland zu sehen ist, freut sich: «Das ist eine schöne Möglichkeit, meine Werke für einmal in meiner Heimat zu zeigen.»

Rund 20 Skulpturen aus Holz oder Bronze sind bis Ende April in der Galerie la vida im Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal ausgestellt. Auf die kurzfristige Anfrage aus Schinznach-Dorf habe er spontan zugesagt. «Innerhalb von wenigen Tagen begannen die Vorbereitungen», sagt Lüscher mit einem Lächeln. Zu Heimleiter Oscar Schmid-Schüller und zu Emmi Wernli, Leiterin der Cafeteria und Galerie la vida, pflege er ein herzliches Verhältnis. «Wir sprechen die gleiche Sprache», sagt der Künstler. Die Ausstellung, darin sind sich die Beteiligten einig, soll vor allem eines: Freude bereiten.

Holz- und Bronzeskulpturen

Bei der Auswahl der Skulpturen hat der Künstler einen für ihn ungewohnten Ansatz gewählt. Er habe sich überlegt, was ankommen und der älteren Generation gefallen könnte, erklärt Lüscher. Entschieden hat er sich in erster Linie für Arbeiten aus Holz, für gegenständliche Darstellungen. Die Werke stammen teilweise aus den Neunzigerjahren, aus der frühen Phase seines künstlerischen Schaffens. Aber auch modernere Bronzeskulpturen fehlen nicht. Diese dürften, so der Künstler, durchaus ein wenig provozieren – «im positiven Sinn». Bei sämtlichen Stücken handelt es sich übrigens um Unikate. Einige befinden sich in Privatbesitz und sind deshalb unverkäuflich.

Positive Reaktionen

«Mit den Darstellungen von Kuh, Pferd oder Hund können sich einige unserer Bewohner an Begebenheiten aus ihrer Jugendzeit erinnern», stellt Emmi Wernli fest. «Die Kunstwerke dienen also auch der Aktivierung.» Sie ist überzeugt: «Es besteht die Gelegenheit, den Künstler aus dem Tal von einer anderen, unbekannten, überraschenden Seite kennen zu lernen.» Schon in der Vorbereitungsphase habe sie viele – «durchwegs positive» – Reaktionen erhalten. «Die Kunstwerke regen zu Diskussionen an. Die Leute zeigen sich fasziniert und neugierig.»

Mit der Ausstellung können – darin ist sich Emmi Wernli mit Heimleiter Oscar Schmid-Schüller einig – mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Die Ziele sind klar: Einerseits soll die Galerie im Alters- und Pflegeheim Schenkenbergertal bekannter werden, soll der Name «la vida» ein Begriff werden. «Andererseits dienen die Kunstwerke als Schmuck in der Cafeteria.»

Tochter und Enkel am Klavier

Emmi Wernli und Thomas Lüscher hoffen, dass mit der Skulpturenausstellung möglichst viele Besucher für Leben und Abwechslung in den Räumlichkeiten sorgen, dass neue Kontakte geknüpft werden. Und sie sind gespannt auf die Vernissage, an der Thomas Lüschers Tochter Nelly und Emmi Wernlis Enkel Gian für die musikalische Umrahmung am Klavier zuständig sind.

Ausstellung bis Ende April; Vernissage: Sonntag, 27.Januar, 14 Uhr.

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