Brugg/Windisch

Fussgänger brauchen Geduld: Warum die Süssbachunterführung weiterhin vor sich hin «gammelt»

Die Umgestaltung der Süssbachunterführung lässt auf sich warten. Noch sind Fragen offen zur Hochwassersicherheit. mhu

Die Umgestaltung der Süssbachunterführung lässt auf sich warten. Noch sind Fragen offen zur Hochwassersicherheit. mhu

Zur Umgestaltung der Süssbachunterführung wird eine weitere Studie durchgeführt. Noch sind Fragen offen zur Hochwassersicherheit. Wie lange es dauert, bis ein Umsetzungsprojekt erarbeitet und realisiert ist, hängt von den Ergebnissen dieser Zusatzstudie ab.

Die Geduld der Fussgänger und Velofahrer ist gefragt: Die Umgestaltung der Süssbachunterführung zwischen Brugg und Windisch lässt auf sich warten.

Bisher liege erst eine Projektstudie vor, die verschiedene Umsetzungsvarianten untersucht habe, sagt Giovanni Leardini, Leiter Kommunikation beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Auf dieser Basis sei ein auf Wasserbau spezialisiertes Ingenieurbüro beauftragt worden, die Projektgrundlagen zu überprüfen. «Diese Überprüfung hat ergeben, dass bei allen Varianten noch Fragen zur Hochwassersicherheit offenbleiben», erklärt Leardini.

Bald sollen Ergebnisse vorliegen

Nach einer Sitzung mit der Stadt Brugg sei das Ingenieurbüro deshalb mit einer weiteren Studie beauftragt worden. «Es soll noch einmal vertieft untersuchen, welche Massnahmen erforderlich sind, damit der Hochwasserschutz gemäss den Vorgaben gewährleistet ist. Diese Massnahmen sollen auch visualisiert werden, um die Verständlichkeit zu erhöhen.» Vorliegen sollten die Ergebnisse dieser Studie bis Mitte April, sagt Leardini. «Anschliessend werden wir sie der Stadt präsentieren und das weitere Vorgehen besprechen.»

Anders ausgedrückt: Wie lange es dauert, bis ein Umsetzungsprojekt erarbeitet und realisiert ist, hängt gemäss Leardini von den Ergebnissen der Zusatzstudie ab. Auch die Frage der konkreten künftigen Gestaltung sowie der Kostenteilung könne erst beantwortet werden, wenn das Umsetzungsprojekt vorliege.

Rückblick: Die Süssbachunterführung in Brugg ist wahrlich kein Schmuckstück. Über die Umgestaltung dieser Verbindung unter den Bahngleisen nach Windisch – just beim Firmenareal der Kabelwerke – wird seit einiger Zeit diskutiert.

2015 und 2016 führte das BVU ein umfangreiches Variantenstudium durch zum Thema Befahrbarkeit zugunsten des Radverkehrs. Im letzten Herbst ging das BVU noch davon aus, dass in diesem Frühjahr detailliertere Angaben gemacht werden können zum Projektbeschrieb sowie zu den Kosten und zum Zeitrahmen.

Verbindung ist nicht attraktiv

Im Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV), der per Anfang dieses Jahres in Kraft gesetzt wurde, ist die Süssbachunterführung ebenfalls ein Thema. Es handle sich um eine wichtige Verbindung für den Fuss- und Veloverkehr, allerdings sei die Unterführung knapp dimensioniert und nicht attraktiv, ist festgehalten. «Es entstehen Konflikte zwischen dem Fuss- und Veloverkehr. Zudem fehlt für den Veloverkehr auf Seite der Aarauerstrasse eine befahrbare Rampe.» Es soll, lautet das Ziel, eine attraktive Unterführung realisiert, die Verkehrssicherheit erhöht und der Fuss- und Veloverkehr gefördert werden. Vorgesehen ist eine aktive Begleitung der kantonalen Planung. Gerechnet wird mit Gesamtkosten von 1,5 bis 2,5 Mio. Franken.

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