Fusionsgemeinde
Böztal: Robert Schmid tritt zum zweiten Wahlgang für den Gemeindeammann an

Im ersten Wahlgang konnte erst das Vizeammannamt besetzt werden. Ob es nochmals ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt, wird sich am 6. Oktober zeigen, wenn die Anmeldefrist für die Gemeindeammannkandidatur abläuft.

Claudia Meier
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Robert Schmid ist Gemeindeammann von Bözen und Gemeinderat von Böztal.

Robert Schmid ist Gemeindeammann von Bözen und Gemeinderat von Böztal.

zvg/Sven Bachmann

Sechs Monate nach der Wahl des ersten Gemeinderats für die neue Fusionsgemeinde im oberen Fricktal, die am 1. Januar 2022 startet, konnten die Stimmberechtigten von Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen am Wochenende noch ihren Gemeinde- und Vizeammann wählen.

Andrea Thommen ist Gemeindeammann von Effingen und neu Vizeammann von Böztal.

Andrea Thommen ist Gemeindeammann von Effingen und neu Vizeammann von Böztal.

zvg/Sven Bachmann

Damit am Schluss nicht zwei Männer aus dem gleichen Ortsteil der Gemeinde Böztal vorstehen, ist Andreas Thommen (derzeit Gemeindeammann in Effingen) sowohl gegen Ammannkandidat Robert Schmid (derzeit Gemeindeammann in Bözen) als auch gegen Vizeammannkandidat Roger Frey (derzeit Vizeammann in Bözen) ins Rennen gestiegen.

Mit fast 100 Stimmen Vorsprung auf Roger Frey hat Andreas Thommen das absolute Mehr von 431 mit 442 Stimmen knapp erreicht. Damit ist der Effinger sehr zufrieden. Thommen sagt:

«Das ist ein schönes Resultat. Ein bisschen Wahlkampf ist gut für die Demokratie.»

Er verzichtet darauf, für den zweiten Wahlgang als Gemeindeammann zu kandidieren.

Bei einer Kandidatur ist eine stille Wahl möglich

Denn für den Chefposten von Böztal ist das Rennen noch offen. Bei einem absoluten Mehr von 439 Stimmen verpasste Robert Schmid die Wahl um nur gerade 18 Stimmen. Andreas Thommen holte 409 Stimmen. «Einerseits ist es ärgerlich, dass es nicht gereicht hat. Andererseits musste ich damit rechnen, dass es eng wird», hält Robert Schmid fest. Das habe sich schon bei den Gemeinderatswahlen im März gezeigt, bei denen die fünf Gewählten maximal 51 Stimmen auseinander lagen.

Für Schmid gibt es keinen Grund, den Bettel hinzuwerfen. Er meldet sich für den zweiten Wahlgang an. Bleibt er der einzige Kandidat, könnte er in stiller Wahl gewählt werden.

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