Die Gemeinden Brugg und Schinznach-Bad fusionieren per 1. Januar 2020. Nachdem auch der Grosse Rat des Kantons Aargau sein Einverständnis für den Zusammenschluss gegeben hat, liegen sämtliche nötigen Bewilligungen vor. «Die Umsetzung des Zusammenschlusses wurde bereits im Sommer an die Hand genommen», heisst es in einer Medienmitteilung von gestern.

Die beiden Gemeindeschreiber – Yvonne Brescianini (Brugg) und Nicole Seiler (Schinznach-Bad) – sowie der Leiter Projekte und Controlling der Stadtverwaltung Brugg, Daniel Rohrer, bilden die Projektsteuerung. Für die einzelnen Sachgebiete seien Arbeitsgruppen gegründet worden. Sie werden jeweils von Abteilungsleitenden der Stadtverwaltung Brugg geführt und bestehen paritätisch aus Vertretern der Gemeindeverwaltung Schinznach-Bad und der Stadtverwaltung Brugg, heisst es.

Die Vorarbeiten der beiden Verwaltungen würden sich etwas unterscheiden, steht in der Mitteilung. Die Gemeindeverwaltung Schinznach-Bad stelle den Betrieb der eigenen Gemeinde bis Ende 2019 sicher. Weiter kümmere sie sich um den Abgleich der Daten, die Aktenübergabe, die allfällige Kündigung von Verträgen, den Wissenstransfer in die Verwaltung Brugg und den Informationsfluss bei laufenden Geschäften.

Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Brugg bereiten sich auf das erweiterte Aufgabengebiet ab Anfang 2020 vor. Sie erheben, welche Informationen sie aus Schinznach-Bad dafür benötigen. Und schliesslich gehe es auch darum, den zukünftig neuen Stadtteil in den nächsten Monaten besser kennen zu lernen.

«Die beiden Exekutiven werden von der Projektsteuerung laufend mittels Statusberichten über den gegenwärtigen Stand der Umsetzungsarbeiten informiert», heisst es in der Mitteilung. Und: Die Einwohner von Schinznach-Bad werden im Laufe des kommenden Jahres regelmässig über die Änderungen ab dem 1. Januar 2020 informiert.

Kündigung in Schinznach-Bad

Wie bereits bei den Vorabklärungen festgestellt wurde, «gibt es keine grösseren Schwierigkeiten, die eine gute Umsetzung dieses Zusammenschlussprojekts gefährden könnten», heisst es. «Trotzdem werden alle Beteiligten in den kommenden Monaten einen zusätzlichen Einsatz leisten müssen, da das normale Tagesgeschäft nicht still steht», teilen die beiden Gemeinden mit.

Eine Änderung gibt es für die Bürger von Schinznach-Bad bereits per 1. Januar 2019: Petra Hess hat als Leiterin des Steueramts Schinznach-Bad gekündigt. Da es sich schwierig gestaltete, bis zum Zusammenschluss in 15 Monaten eine personelle Übergangslösung zu finden, entschied der Gemeinderat, das Steueramt bereits per 1. Januar 2019 in die Stadtverwaltung Brugg auszulagern. Das schreibt die Exekutive im aktuellen Mitteilungsblatt.

Das Steueramt Brugg wird das Steueramt Schinznach-Bad somit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 im Auftragsverhältnis führen. Bis Ende Jahr wird das Steueramt Schinznach-Bad von der Firma BDO AG betreut.