In einer Medienmitteilung macht das Komitee Pro Schinznach, das sich gegen eine Fusion mit Brugg ausspricht, nochmals klar, warum alle Wege ins Schenkenbergertal offenstehen.

Für das Komitee Pro Schinznach sei klar, dass eine Fusion mit Brugg nur minimale Vorteile hat. «Diese Vorteile beschränken sich auf einige wenige Einwohner ohne Kinder, da durch den – allerdings nicht auf ewig garantierten – 10 Prozentpunkte niedrigeren Steuerfuss wenige hundert Franken eingespart werden könnten», schreibt das Komitee.

Für Familien beispielsweise sei die Fusion ein «Bschiss». Das Komitee spricht dabei unsichere Schulwege, fehlendes Familienleben und enorme Kosten an, die bei einer Fusion für Kinder und Familien entstehen würden.

Bedenken bezüglich Demokratie

«Bei der Feuerwehr wird uns keine Lösung geboten», stellt das Komitee klar. «So besteht ein enormes Sicherheitsrisiko, das wir bei einer Fusion mit Brugg nicht so schnell lösen könnten.» Die Gegner der Fusion mit Brugg sehen auch die Demokratie in ihrem Dorf in Gefahr. «Bei einer Fusion hätten wir weniger Einfluss, bedenkt man, dass es dann rund 12 500 Einwohner wären und Schinznach-Bad im Einwohnerrat mindestens vier Jahre (2018–21) nicht vertreten wäre.»

Bedenken hat das Komitee rund um Neo-Gemeinderat Sandro Wächter auch bezüglich Fusionsvertrag. Dieser enthalte zu viele unbeantwortete Fragen. «Es wirkt alles ein wenig hastig, damit das Ganze schnell über die Bühne gehen kann.»

Mit seinem Engagement gegen die Fusion mit Brugg stellt sich das Komitee allerdings keineswegs gegen einen Zusammenschluss im Allgemeinen. «Fusionieren müssen wir, nur macht es keinen Sinn, diese Fusion mit Brugg durchzuziehen. Ob Feuerwehr oder Schule, mit dem Schenkenbergertal hätten wir diese Probleme nicht.»

Falls der Einwohnerrat und vor allem die Gemeindeversammlung am Freitagabend Nein stimmen würden, stünden alle Wege ins Schenkenbergertal offen, ist das Komitee überzeugt. «Die Einwohner und der Gemeinderat in der Nachbargemeinde wären offen für Schinznach-Bad», schreibt das Komitee und betont: «Diese Anliegen haben nichts mit Nostalgie zu tun, es sind Fakten, die eine grosse Rolle spielen.» (AZ)