Villigen
Für zwei Jahre ist Villiger Hauptstrasse eine grosse Baustelle

Verläuft alles planmässig, kann Ortsdurchfahrt in Villigen ab Sommer 2018 saniert und neu gestaltet werden. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von gut zwei Jahren.

Michael Hunziker
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Verschiedene Varianten wurden geprüft: Bei der Bushaltestelle «Post» sind – in beiden Richtungen – Buchten mit einem Betonbelag vorgesehen.

Verschiedene Varianten wurden geprüft: Bei der Bushaltestelle «Post» sind – in beiden Richtungen – Buchten mit einem Betonbelag vorgesehen.

Michael Hunziker

Die Planungsphase war lang und intensiv: Bis 18. Juli liegen jetzt die umfangreichen Unterlagen öffentlich auf für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt in Villigen.

Vorgesehen ist, die Hauptstrasse im Innerortsbereich auf einer Länge von rund 1,4 Kilometern umfassend zu erneuern. Bestandteile des Vorhabens sind die Realisierung von zwei Eingangstoren mit Mittelinseln sowie die Sanierung der drei Bushaltestellen «Gemeindehaus», «Post» und «Vor Tor». Instandgesetzt wird weiter die Brücke über den Schmittenbach und ersetzt werden die Strassenentwässerung, die Beleuchtung sowie der Bachdurchlass Aempach.

Als Grundlage des Bauprojekts dient das Betriebs- und Gestaltungskonzept, das 2014 erarbeitet wurde. Auf der Hauptstrasse können täglich im Durchschnitt rund 6000 Fahrzeuge gezählt werden. Durch die geplanten Massnahmen, heisst es im technischen Bericht, «wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer verbessert». Die Geschwindigkeit werde gesenkt, die Vortrittsverhältnisse seien klar und einheitlich geregelt. Bisher galt bei einigen Gemeindestrassen Rechtsvortritt. Die Velofahrer – ihre Anzahl ist gemäss technischem Bericht «ausserordentlich hoch» – könnten das Dorf passieren, ohne dabei auf der Kantonsstrasse im Mischverkehr zu fahren. Sicherer zu erreichen seien nicht zuletzt die Bushaltestellen. Das Postauto verkehrt halbstündlich in beide Richtungen.

Die Belastung soll nicht steigen

Die Strassenbreite beträgt auch künftig grundsätzlich – wie bisher – 6 Meter. Beim Engpass beim Restaurant Schlossberg ist die Strasse an der schmalsten Stelle 4,5 Meter breit. An der östlichen Seite wird sich über den ganzen Ausbaubereich ein Gehweg oder ein kombinierter Rad-/Gehweg befinden. Um die Fussgänger besser zu schützen, sind am Fahrbahnrand vereinzelt Poller vorgesehen. Zwischen Remigerstrasse und Bushaltestelle «Post» wird überdies auf der westlichen Strassenseite ein 1,5 Meter breiter Gehweg erstellt. Apropos Bushaltestelle «Post»: Nach der Prüfung verschiedener Varianten sind in beiden Richtungen Buchten mit einem Betonbelag geplant.

Die Verkehrsbelastung soll laut technischem Bericht in Zukunft übrigens «sicher nicht steigen». Ziel sei es vielmehr, den Durchgangsverkehr mit gestalterischen und baulichen Massnahmen zu reduzieren und auf die kantonale Hauptverkehrsstrasse über Döttingen zu lenken.

Arbeiten sind eine Herausforderung

Für die Sanierung der Kantonsstrasse wird mit Kosten von insgesamt 6,25 Mio. Franken gerechnet. Geplant ist, die Arbeiten im Sommer 2018 in Angriff zu nehmen, sagt Kreisingenieur Giuliano Sabato vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Voraussetzung dafür ist, dass das Projekt nicht Verzögerungen durch Einwendungen erfährt und dass im anschliessenden Landerwerbsverfahren, das rund 50 Parzellen betrifft, alles gut über die Bühne geht.» Ausgegangen wird von einer Bauzeit von gut zwei Jahren. «Die Arbeiten werden unter Verkehr und mit Lichtsignalregelung ausgeführt», erklärt Sabato. «Um die Bauzeit zu verkürzen, werden zwei Baustellen gleichzeitig betrieben.»

Wegen der engen Verhältnisse, stellt der Kreisingenieur fest, sei es auf der ganzen Strecke eine Herausforderung, sichere Bauarbeiten – insbesondere an den Werkleitungen – zu gewährleisten, den Verkehr durchzuschleusen sowie die Erschliessung der einzelnen Liegenschaften sicherzustellen. «Die einzelnen Bauabschnitte erfordern daher eine detaillierte Planung der Bauabläufe.»

Rückblick: Für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt genehmigte die Gemeindeversammlung im Juni des letzten Jahres einen Dekretsbeitrag von 3,588 Mio. Franken. Gleichzeitig gutgeheissen wurde der Kredit von 5,16 Mio. Franken für die Erneuerung der Werkleitungen. In einem ersten Anlauf im November 2015 hatten die Stimmberechtigten das Projekt nach einer intensiven Diskussion noch zurückgewiesen. Es wurde in der Folge überarbeitet.

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