Brugg
Für Touristen sind 2015 sogar nette Toiletten geplant

Die Nachfrage nach touristischen Angeboten steigt – auch aus dem Ausland: Mit einem Wellnessgütesiegel, netten Toiletten und einer neuen Ausflugskarte soll die Region Brugg noch besser vermarktet werden.

Claudia Meier
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Claudia Meier

«Wir sind Tourismus Region Brugg und nicht Tourismus Stadt Brugg», sagte Vereinspräsident Dietrich Berger am Montagabend am 5. Kultur- und Tourismus-Apéro in der ForumOdeonbar in Brugg. Die erstmals in der Schweiz lancierten Minikärtli über touristische Perlen in der Region Brugg gehörten neben der Durchführung des zweiten slowUp zum Höhepunkt im vergangenen Jahr, so Berger. Im neuen Jahr will der Verein den Fokus noch mehr auf die Region richten und zusätzlich zu den Führungen in der Stadt Brugg zwei Führungen – voraussichtlich eine im Schenkenbergertal und eine Richtung Windisch – anbieten. Im Eigenamt soll eine Walkingroute eingerichtet werden.

Schon seit über einem Jahr wünscht sich Berger mindestens einen Wohnmobilstellplatz im Raum Brugg. Er zeigte sich zuversichtlich, dass dieser noch 2015 realisiert werden kann. «Die Gespräche laufen», sagte er, ohne Details zu verraten. Auch die Durchführung eines Gastrowettbewerbs habe sich aus Ressourcengründen verzögert, sollte gemäss Vereinspräsident aber in der zweiten Jahreshälfte realisiert werden können.

Das Projekt der netten Toiletten sieht vor, dass Restaurantbetreiber gegen ein kleines Entgelt die sanitären Einrichtungen zur Verfügung stellen, ohne dass für die Touristen ein Konsumationszwang besteht. Von diesem Ansatz soll längerfristig auch die Stadt profitieren, weil dadurch weniger öffentliche Toiletten unterhalten werden müssten.

Mehr Besucher auf Homepage

Dass das Interesse an der Region Brugg generell zunimmt, zeigte Verena Rohrer, Geschäftsführerin Brugg Regio und zuständig für die regionale Standortförderung, eindrücklich mit einigen Zahlen. «23'000 Langsamfahrer nahmen am letzten slowUp Brugg Regio im August teil.» Trotz grösserer Teilnehmerzahl sei die Stimmung entspannt und fröhlich gewesen. Zudem habe es kaum Abfallprobleme gegeben, so Rohrer.

Gegenüber dem Vorjahr konnten 2014 auch mehr Kunden am Info-Desk im Brugger Odeon betreut werden. Von den insgesamt 404 Besuchern verlangten 227 eine konkrete Auskunft zum Angebot in der Region. Bei den anderen Anfragen handelte es sich um Ticket-Vorverkäufe oder Flyer-Anfragen. Die Homepage www.regionbrugg.ch verzeichnete gemäss Statistik pro Monat 23 686 Aufrufe (Vorjahr 17 504). 11 Prozent der Zugriffe erfolgten aus dem Ausland (Vorjahr 10 Prozent). «Pro Tag dürfen wir im Schnitt in unserer Region 1572 Besucher willkommen heissen», verkündete Rohrer stolz. Der grösste Teil dieser Besucher geht nach Bad Schinznach oder in eine der vier Stationen von Museum Aargau.

Im 2015 strebt Rohrer die Vergabe des Wellnessgütesiegels Region Brugg sowie eine Wasserschloss-Wanderroutenbeschilderung, die Verschmelzung von zwei Homepages und die Lancierung einer neuen Ausflugskarte an.