Brugg
Für Kirche St. Nikolaus besteht Grund zur Freude

Grosses Engagement und beispielhafte Pionierarbeit: Die 110 Jahre Kirchenzentrum St. Nikolaus werden gebührend gefeiert.

Michael Hunziker
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Mit Aktivitäten über das ganze Jahr verteilt wird das 110-jährige Bestehen der katholischen Kirche St. Nikolaus gefeiert. mhu

Mit Aktivitäten über das ganze Jahr verteilt wird das 110-jährige Bestehen der katholischen Kirche St. Nikolaus gefeiert. mhu

Michael Hunziker

Frauen und Männer aus Brugg hätten sich über Jahrzehnte visionär dafür eingesetzt, «dass es Räume und Orte gibt, an denen der eigene Glauben gelebt und mit anderen Menschen geteilt werden kann», sagt Seelsorger Simon Meier im Namen des Jubiläums-OK «110 Jahre St. Nikolaus Brugg». All diesen Mitchristen gehöre die Wertschätzung und Dankbarkeit, denn: «Sie haben umsichtig und segensreich in ihrer Zeit gewirkt und uns einen Ort, eine Kirche und eine Glaubensgemeinschaft hinterlassen, die Beheimatung und wertvolle zwischenmenschliche Begegnungen bis in die Gegenwart möglich machen.»

Es gebe also Grund genug, sich zu freuen und unter dem Jahr einige festliche Akzente zu setzen. «Das, was die Menschen hier vor Ort an Vorbereitungs- und Aufbauarbeit geleistet haben, wollen wir sorgfältig weiterpflegen und zugleich Kirche in Veränderung sein, die sich den Anforderungen und den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit stellt», fährt Meier fort.

Die Aufgabe verändert sich

Das Organisationskomitee richte sein Augenmerk darauf, Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen und Kirche zu ermöglichen und allfällige Berührungsängste abzubauen. «Wie die Gesellschaft verändern sich auch das Bild und die Aufgabe der Kirche. Die Tendenz, unabhängig von der Struktur näher bei den Menschen zu sein, ist nicht nur das Bestreben des OKs, sondern genauso das aller Mitarbeitenden des Seelsorgeteams im gesamten Pastoralraum Region Brugg-Windisch», stellt Meier fest. «Wir möchten punktuell ganz unterschiedliche Menschen mit unserem Angebot ansprechen.»

Durch das Jubiläumsjahr und darüber hinaus, lautet ein Ziel, entsteht ein Ort, an dem Offenheit und Gastfreundschaft gepflegt werden. Der Kirchenplatz, der zwischen Bahnhof und Altstadt liegt, soll eine aufgefrischte Begegnungszone werden. Eltern und Kinder beteiligen sich beim Startanlass übermorgen Samstag bei der Platzumgestaltung, die mit einem Spatenstich um 9 Uhr beginnt.

Als weitere Höhepunkte bezeichnet Meier die geführten Stadtrundgänge am 11. und am 21. Mai, die von Jugendlichen zusammen mit dem Stadthistoriker Titus Meier gestaltet werden. Mittels Schautafeln könne aufgezeigt werden, dass die Entwicklungsgeschichte der Katholiken in der Diaspora nicht ohne Stadtgeschichte und Geschichte der reformierten Schwesterkirche zu denken sind.

Die Menschen machen es aus

Das Sommerfest am 17. Juni lädt ein, als Familie oder als Einzelperson vorbeizuschauen, das Programm für Kinder und Erwachsene zu besuchen und mit Anderen ins Gespräch zu kommen. Am Abend kann der Auftritt von Philipp Galizia genossen werden. Musikalisch interessierte Personen sollten sich laut Meier auch den Pfingstgottesdienst nicht entgehen lassen, bei dem der Kirchenchor von Bruggs Partnerstadt Rottweil zusammen mit dem Kirchenchor Brugg den Rahmen gestaltet. Ein besinnlicher Einstieg in die Adventszeit und anschliessendes gemütliches Zusammensein bietet schliesslich die Liederreise Ende November.

Erfolgreich stattgefunden hat bereits die Podiumsveranstaltung zum Thema «Kirchenzweifel! Gottesglaube?» im «Odeon» (die az berichtete). Es seien die Menschen, die die Kirche ausmachen – und nicht die Institution an sich, fasst Meier zusammen. Um dies erfahren zu können, brauche es ein Beisammensein mit Menschen, «die sich in der globalisierten Welt nach dem sehnen, was kleinräumig erlebbar ist».

110 Jahre St. Nikolaus Brugg Startanlass Samstag, 8. April, 9 Uhr: Spatenstich Begegnungszone bei der Kirche; Montag, 10. April, 9 bis 16 Uhr: Platzgestaltung Begegnungszone bei der Kirche in Zusammenarbeit mit Freiwilligen.

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