Windisch
Für das Schulhaus Dohlenzelg geht Windisch neue Wege – und nutzt dafür seine neue Webseite

Trotz Coronapandemie will der Gemeinderat Verzögerungen vermeiden und am Abstimmungstermin zum Schulhaus-Neubau festhalten. Über ihre Webseite will die Gemeinde die Bevölkerung umfangreich über den Prozess informieren und miteinbeziehen.

Michael Hunziker
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Der Standort Dohlenzelg wird prioritär behandelt: Vorgesehen ist ein Neubau für eine Primarschulanlage mit der Integration des Kindergartens sowie einer Doppelturnhalle.

Der Standort Dohlenzelg wird prioritär behandelt: Vorgesehen ist ein Neubau für eine Primarschulanlage mit der Integration des Kindergartens sowie einer Doppelturnhalle.

Severin Bigler (17. Januar 2020

Einen happigen Brocken hat die Gemeinde Windisch zu stemmen mit der Schulraumplanung. Diese hat aufgezeigt, dass eine Sanierung der verschiedenen, bestehenden Räumlichkeiten dringend notwendig ist – namentlich des Schulhauses und der Turnhalle Dohlenzelg. Dieser Standort wird prioritär behandelt.

Vorgesehen ist – als erste und grösste Etappe – ein Neubau für die Primarschulanlage inklusive Integration des Doppelkindergartens sowie Doppelturnhalle. Die Rede ist von einem Gesamtkostenrahmen von 34,3 Mio. Franken. Als Sieger des Planerwahlverfahrens ging das Brugger Team Liechti Graf Zumsteg hervor.

Im vergangenen Oktober genehmigte der Einwohnerrat den Kredit von 2,3 Mio. Franken für die Projektierung. Über diesen entscheidet in einem nächsten Schritt am Sonntag, 7. März, das Stimmvolk an der Urne. Vorgängig wollte der Gemeinderat die Bevölkerung orientieren an einem öffentlichen Anlass Ende Januar. Die Coronapandemie macht diesen Plänen allerdings einen dicken Strich durch die Rechnung – und stellt die Behörde vor Herausforderungen.

Antworten werden auf der Website publiziert

Beschritten wird nun ein neuer Weg. Denn es sei wichtig, den Prozess weiterzuführen und am Termin für die Abstimmung wie geplant festzuhalten, betonten Gemeindepräsidentin Heidi Ammon (SVP), Gemeinderat Max Gasser (FDP) sowie Gemeindeschreiber Marco Wächter an einer Medieninformation gestern Donnerstag.

Die Gemeinde sei in der glücklichen Lage, seit Ende des vergangenen Jahres über eine neue Website www.windisch.ch zu verfügen. Entschieden worden sei, die moderne Plattform zu nutzen, um die Bevölkerung umfangreich zu informieren und einzubeziehen, sprich: den Austausch zu pflegen und die Möglichkeit zu bieten, Fragen zu stellen. Diese können eingereicht werden per E-Mail an marco.waechter@windisch.ch oder – «ganz bewusst» – auch per Brief an den Gemeinderat. Die Antworten wiederum werden in einer speziellen Rubrik regelmässig publiziert und auf diese Weise allen zugänglich gemacht. Thema könnten die Finanzierung und deren Auswirkungen auf die Investitionsplanung genauso sein wie die bauliche Umsetzung samt Aussenanlage oder die Schulorganisation.

Videobotschaft steht zusätzlich bereit

Schon heute sind die wesentlichen Projektinformationen zum Dohlenzelg-Neubau zu finden auf der Website. Für alle, die nicht nur die Dokumente studieren wollen, steht ab dem 30. Januar zusätzlich eine Videobotschaft zur Verfügung. Ebenfalls erhalten die Stimmberechtigten mit den Abstimmungsunterlagen eine aussagekräftige Broschüre.

Die Vorteile liegen für Heidi Ammon auf der Hand: Zeitlich unabhängig könnten sämtliche interessierten Personen erreicht werden, also auch solche aus der sogenannten Risikogruppe. Bei einem öffentlichen Anlass dagegen wäre die Teilnehmerzahl aufgrund der aktuellen Coronamassnahmen beschränkt.

Gemeindeschreiber Marco Wächter spricht von einem «Plan B». Indes: Auch im Einwohnerrat würde auf diese Weise gearbeitet, würden die Informationen digital aufbereitet. Dieses Vorgehen sei transparent, alle seien stets auf dem gleichen Wissensstand. Die Nutzung dieser Kanäle sei zwar Neuland für die Gemeinde, werde wohl aber auch in Zukunft eine willkommene Ergänzung darstellen.

Der Dohlenzelg-Neubau sei ein komplexes Unterfangen, das Windisch die kommenden Jahre begleiten werde, geben Gemeindepräsidentin Heidi Ammon und Gemeinderat Max Gasser zu bedenken. Bisher sei das Grossprojekt in weiten Teilen positiv aufgenommen worden. Diesen Schwung gelte es mitzunehmen, den nächsten wichtigen Schritt zu machen.

Über den Verpflichtungskredit soll dann übrigens, Planung stand heute, im 2023 entschieden werden. Verläuft alles reibungslos, könnte der Baubeginn im Frühjahr 2024 erfolgen und der Bezug im Herbst 2025.