Schinznach-Bad
Für 27 Millionen: Rehabilitations-Klinik will ausbauen

Die Rehabilitationsklinik aarReha in Schinznach-Bad plant die Erweiterung um 25 auf neu 121 Betten. Es werden 20 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Michael Hunziker
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Blick auf die Südfassade: Wegen fehlender Landreserven ist vorgesehen, die heutigen Gebäude aufzustocken.

Blick auf die Südfassade: Wegen fehlender Landreserven ist vorgesehen, die heutigen Gebäude aufzustocken.

zvg/Architheke AG

Die Leistungen der aarReha Schinznach sind gefragt: In der Rehabilitationsklinik steigen die Auslastungszahlen, seit zwei Jahren betragen sie über 95 Prozent, aktuell sind es laut Direktor Beat Schläfli sogar 98 Prozent. Diese Entwicklung ist zwar erfreulich, führt aber zunehmend zu Problemen.

Wegen fehlender Kapazitäten kommt es zu Wartezeiten bei der Aufnahme von Patienten. Stiftungsrat und Klinikleitung haben sich deshalb für einen Ausbau entschieden. Zur Befriedigung der steigenden Nachfrage dränge sich dieser auf, stellt Direktor Schläfli fest.

Konkret geplant ist eine Erweiterung um 25 Betten auf neu 121 Betten. Geschaffen werden neue Therapie- und Büroräumlichkeiten, erneuert werden überdies Küche, Restaurations- und Empfangsbereich. Das gesamte Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 27 Millionen Franken.

Innenhof bleibt erhalten

Weil die aarReha über keine Landreserven verfügt, werden die beiden heutigen Bettengebäude erhöht – «selbstverständlich unter Beachtung der gemäss Gestaltungsplan Kurbauzone vorgegebenen Höhenbeschränkungen», betont Schläfli. «Zielsetzung ist, den bestehenden Innenhof der aarReha auch künftig als ruhiges Zentrum des Gebäudekomplexes und als Lichtfänger für die angrenzenden Räume zu erhalten.»

Für den Direktor liegen die Vorteile auf der Hand: «Wir werden die Aufnahmekapazität und Aufnahmegeschwindigkeit merklich erhöhen können. Dadurch reduzieren sich allfällige Wartezeiten für unsere Patienten.» Diese werden, fährt er fort, genauso von den grosszügigeren Platzverhältnissen profitieren wie die Mitarbeiter und Besucher.

Trotz Ausbau: Die überschaubare und familiäre Atmosphäre soll auch in Zukunft das Markenzeichen der aarReha bleiben, fügt Schläfli an. «Wir verfolgen bei der individuellen Behandlung unserer Patienten höchste Qualitätsansprüche.»

Baustart soll Ende Jahr erfolgen

Erstellt wird die Erweiterung unter laufendem Betrieb. Dadurch stellen sich gemäss Schläfli spezielle Herausforderungen an die Bauplanung und bauliche Umsetzung. Die aarReha hofft, Ende dieses Jahres mit der Realisierung beginnen zu können. Das Baugesuch liegt bis zum 3. August in Schinznach-Bad auf.

Apropos: In den Unterlagen ist auch die Parkplatzsituation ein Thema. Derzeit verfüge die aarReha über ausreichend Parkplätze für Patienten, Besucher und Mitarbeiter, erklärt der Direktor. Aber: «Mit dem Ausbau wird es insbesondere bei den Parkplätzen für die Mitarbeiter eng, da wir in Schinznach-Bad rund 20 neue Arbeitsplätze schaffen werden.»

Um künftige Engpässe vermeiden zu können, führt die aarReha ab 2016 ein Mobilitätskonzept ein. Dieses soll unter anderem finanzielle Anreize für Mitarbeiter bieten, die mittels Fahrgemeinschaften, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit pendeln.

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