Brugg

Für Zustupf: Jetzt buhlen die Vereine um Likes auf Internetplattform

Die Organisatoren des Kleinlaut-Festivals in Riniken haben sich mit einem Kunstprojekt auf dem Festgelände beworben.

Die Organisatoren des Kleinlaut-Festivals in Riniken haben sich mit einem Kunstprojekt auf dem Festgelände beworben.

37 Projekte in den Sparten Sport, Kultur und Soziales wurden bis Ende 2019 auf der Plattform iBBooster hochgeladen. Nun wird gevotet.

Auf der Internetplattform iBBooster wurden bis Ende 2019 Projekte hochgeladen, für die sich Vereine einen finanziellen Zustupf erhoffen. Ins Leben gerufen wurde die Plattform von der Brugger Energieversorgerin IBB. Sie unterstützte schon immer Vereine finanziell. Ende September hatte sie eine Gönnerplattform lanciert – unter dem Motto «iBBooster – Wo Vereine Franken finden». Damit hat die IBB ihr Sponsoringkonzept angepasst.

Inzwischen haben sich 37 Vereine aus dem Kundengebiet der IBB mit einem Projekt beworben: 10 in der Kategorie Sport, 16 im Bereich Kultur und 11 in der Kategorie Soziales. 5000 Franken gibt es in jeder Kategorie als ersten Preis und je 1000 Franken als zweiten Preis.

Eine grosse Vielfalt von Ideen

Von der Bewerbungsphase für die Vereine, die bis Ende Jahr lief, zeigt sich Margot Keist, Marketingverantwortliche bei der IBB, begeistert: «Wir haben zahlreiche neugierige Anfragen und sehr positive Rückmeldungen erhalten. Die Vereine haben sich genau überlegt, mit welchem Projekt sie antreten wollen.»

Die Vereine hätten sich ins Zeug gelegt und produzierten extra für die iBBooster-Teilnahme ein Video oder erstellten passende Bilder. Die dreimonatige Einreichungszeit habe sich als ideal herausgestellt. «Einerseits brauchten die Vereine Zeit, sich für ein Projekt zu entscheiden, mit dem sie sich registrieren möchten. Andererseits galt es, Text- und Bildmaterial für die Teilnahme aufzubereiten», so Margot Keist.

Mit der Anzahl Anmeldungen äussert sie sich sehr zufrieden. «Besonders schön finden wir die Vielfalt der Aktivitäten», sagt Keist. «Die Ideen reichen von der Errichtung eines Schaugartens über die Anschaffung eines Veloparcours für Schüler bis hin zu Ausflügen und Aktivitäten mit Pflegeheimbewohnern.» Auch Veranstaltungen für die Bevölkerung aus der Region kämen nicht zu kurz.

Bekannte, aber auch unbekannte Organisationen

Ein Blick auf die Plattform zeigt: Teilweise ersuchen bekannte Organisatoren der Region um Unterstützung. So zum Beispiel der Slow-up, die Veranstaltung «Brugg wird zum Bauernhof», der Römertag Vindonissa oder das Kleinlaut-Festival in Riniken. Aber auch Unbekannteres buhlt um die Aufmerksamkeit:

So will zum Beispiel der Verein Studentisches Wohnen Region Brugg-Windisch eine Studentensiedlung im Rahmen einer gemeinnützigen Genossenschaft bauen, die Jungwacht Windisch hat ihr Sommerlager als Projekt eingereicht und der Feuerwehrverein Remigen will mit einem allfälligen Zustupf das Feuerwehrhofbräuhuus­-Fest realisieren.

Auch das Guggen-Open-Air Brugg-Windisch hat sich beworben, genauso wie die Veranstaltungsgruppe Die Jungen, die im Salzhaus Konzerte für ein jüngeres Publikum organisieren will und das Geld gut als Startkapital gebrauchen könnte.

Gewinnausschüttung ist im März geplant

Wer letztlich vom Geld der IBB profitieren kann, entscheiden all jene Personen, die sich auf der Website www.ibbooster.ch registrieren. Wer seine E-Mail-Adresse angibt und verifizieren lässt, kann fünf Stimmen an fünf unterschiedliche Projekte vergeben.

Die Abstimmungsphase läuft bereits und dauert bis 15.März. Einige Vereine haben inzwischen schon zur Abstimmung aufgerufen. Die Preise werden von der IBB Energie AG im März den sechs Gewinnervereinen überreicht.

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