Brugg

Für mehr Sicherheit am Bruggerberg

24 Meter lang und einen Meter breit ist die neuste Trockensteinmauer am Bruggerberg. Von links: Markus Ottiger (Förster Brugg), Bernhard Barmet (Projektleiter Stadt Brugg), Reto Wettstein (zuständiger Stadtrat Brugg), Christian Rechsteiner (Projektleiter Kanton Aargau) und Albert von Felten (Geschäftsführer Naturwerk).

24 Meter lang und einen Meter breit ist die neuste Trockensteinmauer am Bruggerberg. Von links: Markus Ottiger (Förster Brugg), Bernhard Barmet (Projektleiter Stadt Brugg), Reto Wettstein (zuständiger Stadtrat Brugg), Christian Rechsteiner (Projektleiter Kanton Aargau) und Albert von Felten (Geschäftsführer Naturwerk).

Weil es immer wieder zu Steinschlägen kam, lässt die Stadt Brugg Trockenmauern im Südhang des Bruggerbergs aufbauen.

Für lange Zeit wurde der Südhang des Bruggerbergs als Rebberg genutzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch brachte die Reblaus den Weinbau am Bruggerberg zum Verschwinden. Die Trockensteinmauern brauchte es nicht mehr, sie zerfielen. Zudem wurde die landwirtschaftliche Fläche nicht mehr gepflegt. «Damit gingen wichtige Lebensräume für seltene Reptilienarten und mit ihnen verbundene Arten verloren», sagte Stadtrat Reto Wettstein am Donnerstagnachmittag bei einer Begehung. Zudem wurde der Hang immer weiter hinauf mit Wohnhäusern überbaut. Unterhalb des Hexenplatzes kam es zudem zu gefährlichen Fällen von Steinschlag. «Aus diesem Grund hat die Stadt Brugg 2001 einen Steinschlagzaun errichtet und 2009 erweitert», führte Wettstein aus. «Wegen der fehlenden Zonenkonformität hat der Kanton Aargau den Zaun aber nicht bewilligt und Alternativen verlangt.»

Daraufhin machte sich die Landschaftkommission für eine weitsichtige Lösung stark. In der Folge wurde ein Steinschlagkonzept ausgearbeitet und initiiert, dass die Trockensteinmauern saniert, beziehungsweise neu aufgebaut werden. Obwohl in der Naturschutzzone normalerweise keine Bauten erlaubt seien, machte der Kanton in diesem Fall eine Ausnahme, wie Christian Rechsteiner, Projektleiter beim Kanton, ausführte. Und so wurden mit den Trockensteinmauern ein Steinschlagschutz, aber auch eine ökologisch wichtige Massnahme umgesetzt.

Die am Donnerstag eingeweihte neueste Trockensteinmauer ist 24 Meter lang und 1 Meter breit, wie Projektleiter Bernhard Barmet ausführte. Insgesamt vier Mauern seien seit 2012 gebaut worden, noch ist eine Sanierung von einer kleinen Mauer sowie des Podests, wo früher das Höhenfeuer angezündet wurde, geplant. Rund 120 000 Franken hat das Erstellen der Mauern gekostet. Knapp die Hälfte wurde vom Kanton sowie vom Fonds Landschaft Schweiz übernommen. Gebaut wurden die Mauern von Zivildienstleistenden, unter Anleitung der Firma Naturwerk. Verbaut wurden insgesamt 29 Tonnen Kalkstein aus dem Steinbruch Mellikon. In den Steinen Unterschlupf finden verschiedene Eidechsenarten oder die seltene Schlingnatter, die es am Bruggerberg noch gibt.

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