Obwohl ihr die Öffentlichkeit zuerst nicht behagte, ist Ligia Vogt nun doch froh um die Aufmerksamkeit. Weil sie von SRF als Heldin des Alltags nominiert wurde, konnte sie die Arbeit der Organisation «Nosotras Aargau» einer breiten Öffentlichkeit erklären.

«Nosotras Aargau» hilft Migrantinnen bei der Integration und in Fällen von häuslicher Gewalt. Die Reaktionen auf die Fernseh-, Radio- und Zeitungsbeiträge seien enorm gewesen, sagt Ligia Vogt. Auch im Bus, beim Einkaufen und auf der Strasse sei sie häufig auf ihre Arbeit angesprochen worden.

Besonders erfreulich: Der Aargauische Katholische Frauenbund hat «Nosotras Aargau» einen finanziellen Beitrag von 3000 Franken zugesichert. Dieser soll am 15. März in Aarau überreicht werden. «Es ist ein Geschenk, das wir sehr zu schätzen wissen», sagt Ligia Vogt. «Es kommt wirklich vom Himmel.»

Auch Kooperationsangebote sind Ligia Vogt zugetragen worden. So will ein Diplomingenieur aus der Region nach den Sommerferien den Computerkurs «Computing for Migrants» in Baden anbieten. «Aus Zeitgründen konnten wir noch nicht alle Personen kontaktieren, die diese Angebote gemacht haben», sagt Ligia Vogt.

Das werde man aber möglichst bald nachholen. «Wir sind sehr dankbar für diese Angebote.» So habe beispielsweise eine Frau einen Teil ihres Hauses angeboten, um dort eine betroffene Frau mit ihren minderjährigen Kindern unterzubringen.

Mit dem Fokus der Öffentlichkeit sind aber auch mehr Anfragen bei «Nosotras Aargau» eingegangen. Aus den Kantonen Fribourg, Basel und Appenzell haben sich Menschen gemeldet. Die Arbeit ist noch mehr geworden, dabei verdient Ligia Vogt damit keinen Rappen.

Und weil sie auf der Suche nach einem bezahlten Job ist, hofft sie, dass sich bald eine Nachfolgerin findet. Zudem will die Organisation ihre Website professioneller gestalten.