Brugg

Für Graugut gibt es neu Container an zehn Recyclingsammelstellen

An der Sammelstelle Laurstrasse präsentiert Stadtrat Reto Wettstein den neuen Container für die grauen Kehrichtsäcke der Stadt Brugg.

Abfallentsorgung

An der Sammelstelle Laurstrasse präsentiert Stadtrat Reto Wettstein den neuen Container für die grauen Kehrichtsäcke der Stadt Brugg.

Bevor in Brugg Unterflursammelstellen gebaut werden, will der Stadtrat im Jahr 2020 am besten geeigneten Standortorte eruieren.

Anfang Oktober hat eine Kommunikationspanne zwischen der Stadt und der Brugger Energieversorgerin IBB dazu geführt, dass die Einwohner von einer Sparmassnahme erfuhren, bevor sie der Stadtrat definitiv beschlossen hatte. Es ging darum, dass die Stadt Brugg ab dem 1. Januar 2020 bei gleichbleibender Grundgebühr wöchentlich noch eine Kehrichtabfuhr durchführt und nicht mehr zwei wie bisher. In Etappen sollten neu Unterflursammelstellen eingeführt werden. Der Stadtrat teilte damals mit, dass er die Öffentlichkeit im November über das neue Konzept informieren werde.

Am Montagmorgen hat der zuständige Stadtrat Reto Wettstein (FDP) die Medien über die Kehricht- und Sperrgutentsorgung ab 2020 informiert. Die Stadt hat die Fusion mit der Gemeinde Schinznach-Bad per 1. Januar 2020 zum Anlass genommen, den Entsorgungsrhythmus für Kehricht und Sperrgut zu überprüfen und das Abfallwesen zu modernisieren.

Kehrichtabfuhr ab 2020 nur noch einmal wöchentlich

Wie in der Altstadt, wo seit 2013 bei der Alten Post eine rege benutzte Kehrichtsammelstelle besteht, und wie in Schinznach-Bad werde der Kehricht ab 2020 in der ganzen Stadt nur noch einmal wöchentlich eingesammelt, hielt Wettstein fest. Künftig wird das Entsorgungsfahrzeug der Voegtlin-Meyer AG am Montag nördlich der Aare und am Donnerstag südlich der Aare verkehren, und zwar von Lauffohr bis Schinznach-Bad.

Als Ausgleich für die Angebotsreduktion sind vor wenigen Tagen an allen zehn Wertstoffsammelstellen in Brugg offizielle Kehrichtcontainer platziert worden. Weil das Angebot in Schinznach-Bad nicht reduziert wird, ist dort kein Container vorgesehen. «Sollte dies aber von der Bevölkerung gewünscht werden, können wir das nachholen», fuhr Reto Wettstein fort. «2020 ist für uns das Jahr der Beobachtung. Wir wollen herausfinden, wie die neuen Container genutzt werden. Denn wir wollen vermeiden, dass wir teure Unterfluranlagen an falschen Orten bauen.»

Der Eigenwirtschaftsbetrieb Abfallwirtschaft befindet sich seit 2016 wieder im Plus. «Wir wollen bewusst weiterhin Überschuss generieren, um über genügend Mittel für eine neue Entsorgungslösung zu verfügen», sagte der Stadtrat. Gerechnet wird bei diesem Konto mit einer jährlichen Zunahme von ungefähr 50'000 Franken.

Das letzte Wort hat der Einwohnerrat Brugg

Pro Unterfluranlage ist laut Wettstein mit Kosten in der Höhe von zirka 25'000 Franken zu rechnen. Neben der Frage, ob es sich um öffentlichen Grund handle, müsse man auch abklären, wie viele Anlagen es auf dem Stadtgebiet effektiv brauche. «Je nach Entscheid müssen wir mit Gesamtkosten von 0 bis 2,5 Millionen Franken rechnen», so Reto Wettstein.

Unterirdische Sammelsysteme sind bei der Stadt seit der im 2013 vom Einwohnerrat als erheblich erklärten Motion von Dorothee Heer (SP) ein Thema. Handlungsbedarf besteht auch, weil die Situation mit den Kehrichtsäcken in der Altstadt trotz der Sammelstelle «Alte Post» unbefriedigend ist. Reto Wettstein kann sich je nach Resultat auch vorstellen, für die Evaluation der besten Standorte für neue Unterflursammelstellen eine Arbeitsgruppe einzusetzen.

Der Stadtrat wird nach der Auswertung über die weiter zu verfolgende Konzeptvariante entscheiden. Das definitive Konzept mit dem ermittelten Kostenvoranschlag muss am Schluss vom Einwohnerrat in einem separaten Antrag oder via Budget verabschiedet werden.

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