Gleich zu Beginn der Gemeindeversammlung steht in Remigen die Abstimmung über das Budget 2019 an. Bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 95% resultiert ein Ertragsüberschuss von 20 420 Franken. Allerdings: Ein Aufwandüberschuss von 210 400 Franken entsteht bei der betrieblichen Tätigkeit der Einwohnergemeinde. Den grössten Ausgabeposten macht mit 37% die Bildung aus, gefolgt von den Bereichen Allgemeine Verwaltung (23%) sowie Soziale Sicherheit (12%).

Die längerfristige Finanzplanung für die Gemeinde sieht gut aus. Bis im Jahr 2023 soll die Nettoschuld pro Einwohner unter 600 Franken fallen. «Die Bevölkerung wird in den kommenden Jahren durch die geplanten Bauprojekte im Gebiet Unterdorf sowie die weiteren Bauprojekte im Dorf stark anwachsen», schreibt der Gemeinderat. «Der Steuerertrag wird dadurch erfreulicherweise zunehmen.» Beim Nettoaufwand werde mit einer Zunahme von jährlich 1% gerechnet. «Ein gesunder Finanzhaushalt ist eines der obersten Ziele des Gemeinderats», heisst es in der Botschaft an die Gemeindeversammlung.

Bühne mit Gefahrenpotenzial

Geld ausgegeben werden soll für die Sanierung der Turnhalle. Die Gemeindeversammlung stimmt über einen Verpflichtungskredit von 123'000 Franken ab. «Die Bühneneinrichtung der Turnhalle Remigen ist bereits über 40-jährig», schreibt der Gemeinderat. Seither seien nur kleinere Anpassungen vorgenommen worden. «Bei einem Sicherheitscheck wurden an der Bühnentechnik Mängel festgestellt.» Diverse gesetzliche Vorschriften würden nicht mehr erfüllt. Das bestehende Unfall- und Gefahrenpotenzial müsse auf ein Minimum reduziert werden, fordert die Behörde.

Neben neuen Vorhängen sollen die Absturzsicherungen beim Bühnenboden, die Vorbühne, die Hochzüge sowie die Bühnentechnik den gesetzlichen Vorschriften angepasst werden. Ebenfalls geplant sind ein Ersatz der Turnhallentische sowie die Erneuerung der Lautsprecheranlage.

Ein grösserer Brocken wartet am Schluss der Traktandenliste: der Verpflichtungskredit von etwas mehr als 1,6 Mio. Franken für die Sanierung Rinikerstrasse, Abschnitt Stig. Gemäss Botschaft besteht «in mehrerer Hinsicht» Handlungsbedarf auf diesem Strassenabschnitt. Der Belag hat seine Lebenserwartung übertroffen – letztmals wurden im Jahr 1978 Belagsarbeiten durchgeführt – und die Strassenbreite beträgt weniger als 5,5 Meter, was bei Begegnungsfällen von Bussen oder Lastwagen mit Autos ungenügend ist. Zudem fehlt eine durchgehende Verbindung für den Fuss- und Radverkehr zur Bushaltestelle Stig Richtung Brugg. Die Bushaltestellen sind für den Fussverkehr schlecht oder überhaupt nicht erschlossen.

Lücke soll geschlossen werden

Mit der Sanierung dieses Strassenabschnitts soll ein sicherer Betrieb für den motorisierten Verkehr und den Langsamverkehr sichergestellt sowie die letzte Lücke des Fuss- und Radwegs zwischen Remigen und Riniken geschlossen werden. «Ein Mehrwert für alle Einwohnerinnen und Einwohner von Remigen», hält der Gemeinderat fest. In den Sanierungsarbeiten miteingeschlossen sind auch die Anpassung der Beleuchtung und die Erneuerung der Werkleitungen für Wasser und Abwasser.

Weiter befinden die Remiger Stimmberechtigten über die Kreditabrechnungen Periodische Wiederinstandstellung von Meliorationswerken (PWI) sowie Hangsicherung Hornweg.

Gemeindeversammlung am Donnerstag, 29. November, 20.15 Uhr, Turnhalle.