Zufriedene Gesichter hüben und drüben: Die Brugger Energieversorgerin IBB hat im Geschäftsjahr 2018 – erneut – ein positives Resultat erzielt. Der Gewinn bewegt sich mit 9,857 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau (9,812 Millionen Franken), trotz Rückgang des Absatzes bei Strom und Gas als Folge des warmen Wetters. Wegen Preisanpassungen stieg der Ertrag leicht an. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 2,7 Prozent. Zum Ergebnis beigetragen haben laut IBB auch einmalige Sondereffekte im Energiebezug. Bei den Kapitalanlagen habe dank ausgewogener und robuster Anlagenstruktur, einer kontinuierlichen Risikoüberprüfung und ausreichenden Wertschwankungsreserven ein ausgeglichenes Resultat erreicht werden können. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer Dividende von 2,21 Millionen Franken beantragt. Im Vorjahr waren es 1,95 Millionen Franken.

Martin Sacher, Präsident des Verwaltungsrats, sowie Eugen Pfiffner, CEO der IBB Holding AG, haben bei einer Medieninformation auf ein intensives, aber auch ein gelungenes Jahr zurückgeblickt. Als Höhepunkt erwähnten sie unter anderem die Vertragsunterzeichnung mit der Elektrizitätsgenossenschaft Villnachern. Seit Anfang dieses Jahres werden die Kunden vollumfänglich von der IBB betreut. Dieses Vertrauen, diese Verbundenheit sei erfreulich.

Zwei neue Fachfrauen gewählt

Mit Stolz entgegennehmen durfte die IBB weiter den begehrten Schweizer Energiepreis Watt d’Or. Ausgezeichnet wurde die Strom-Infrastruktur auf dem Flugplatz Birrfeld mit dem System GridEye, dank dem die Energieflüsse der 200-kW-Photovoltaikanlage auf dem Hangar gemessen und überwacht sowie sicher und effizient gesteuert werden können. Nicht zuletzt in bester Erinnerung bleibt der Auftritt an der Gewerbeausstellung Expo Brugg-Windisch, mit dem der Kontakt zu den Kunden gepflegt werden konnte.

Zu Veränderungen kam es im Verwaltungsrat: Barbara Horlacher, die Ende 2017 als Stadtammann in Brugg gewählt wurde, schied aus dem Gremium aus. Mit Gabriele Schwarz und Silvia Mastellone konnten zwei engagierte, ausgewiesene Fachfrauen gewonnen werden, die sich bereits aktiv eingebracht hätten, stellten Sacher und Pfiffner fest. Erweitert wurde überdies die Geschäftsleitung. Pfiffner verwies auf die hohen Anforderungen und Ansprüche an das Kader. Deshalb werde auf eine klarere Fokussierung gesetzt. Neben den Geschäftsbereichen Energie- und Netzdienstleistungen wurde neu der Bereich Ingenieur- und Servicedienste aufgebaut. Die Führung wurde Felix Kreidler übertragen. Als Finanzchefin löste Lilian Heimgartner in der Geschäftsleitung Andrea Lüthy ab, die nach neun Jahren eine neue Herausforderung annahm.

Das Umfeld verändert sich rasant

Auch in Zukunft wird es nicht mangeln an spannenden Herausforderungen für die IBB, hoben Sacher und Pfiffner hervor. Das Umfeld verändere sich rasant, die Versorgung müsse nachhaltig, umweltschonend und sicher sein. Als wesentlich bezeichnete der CEO die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung. Als Beispiel für innovative Lösungen erwähnte er die Gründung der IT-Firma e-sy zusammen mit 23 Versorgungsunternehmen aus dem Aargau und den umliegenden Kantonen. Für den Einsatz von Zählern mit intelligenten Messsystemen – was mit hohen Investitionskosten und komplexen neuen Prozessen verbunden ist – werden die Kräfte gebündelt.

Immer öfter seien die Dienstleistungen der IBB gefragt, sei es bei der Beratung, Unterstützung oder Führung von anderen Versorgern oder Gemeindebetrieben – nicht nur beim Strom, sondern auch in den Bereichen Wasser, Abwasser oder öffentliche Beleuchtung, so Pfiffner. Die IBB sei weiterhin offen für neue Modelle der Zusammenarbeit und unterschiedliche Ansätze.