Mandach

Für den neuen Dirigenten läufts harmonisch in Mandach

Ein rassiges und unterhaltsames Konzert hat die Dorfmusik Mandach geboten mit dem neuen Dirigenten Erwin Butti.

Die Turnhalle ist voll besetzt, das Bühnenbild kommt frühlingshaft daher. Schnellen Schrittes durchlaufen die Musikantinnen und Musikanten die Turnhalle, nehmen – unter Applaus – auf der Bühne Platz. Mit «Shield of Liberty» von Joseph J. Richards starten die Damen in der Tracht und die Herren im schwarzen Anzug ihr Konzert.

Dirigent Erwin Butti leitet die Mandacher seit gut drei Monaten, ist von der Dorfmusik und der Gemeinde angetan. «Ich dirigiere in der schönsten Aargauer Gemeinde und wohne in der schönsten Zürcher Gemeinde», erklärt er. Ein wenig später entschuldigt er sich bei den Gästen aus Ehrendingen, die im Publikum sitzen. «Ehrendingen ist natürlich auch sehr schön.» Denn Butti dirigiert auch dort die Musikgesellschaft.

Mit den Mandachern hätte er bereits eine gute Harmonie gefunden, erklärt Erwin Butti. Die rassige und intensive Dirigierweise scheint auf die Dorfmusik übergesprungen zu sein. «The mask of Zorro», das Stück aus der Feder von James Horner, startet schnell, wird langsamer und melancholischer und wird mit Kastagnetten-Klängen gewürzt. Für das «Tête-à-Tête» zwischen Euphonist Ueli Märki und Kornettist Thomas Märki empfiehlt Moderator Noel Erne schon mal die Taschentücher bereitzulegen.

Bruder Ramon, der an diesem Abend ebenfalls als Moderator amtet, preist «A slighride in summer», die Schlittenfahrt im Sommer an. Dieses anspruchsvolle Stück in vier Sätzen wird die Dorfmusik Mandach am Musiktag in Würenlingen vom 2. Juni als Konzertstück vortragen. Das Stück von Stefan Märki erinnert an Musik aus dem Zirkus oder des Jahrmarktes, Walzerklänge ertönen. Der 3. Satz startet langsam und melodiös, der letzte Satz kommt wieder rassig daher. «Der lustige Bua» der Mnozil Brass ist schnell und wirkt locker gespielt.

Die 12 Bläser des Jugend-Ensembles überzeugen mit den Stücken «Tragedy» und «Let’s twist again» unter der Leitung von Guido Staudacher. «Frei wie der Adler» intonieren das Jugend-Ensemble und die Dorfmusik gemeinsam.

«Machen sie sich gefasst auf eine geballte Ladung Mandacher Brass Band», sagt Ramon Erne in seiner Moderation. «Peacherine Rag» und Queens «Innuendo» sind die kraftvollen Stücke des offiziellen Programms. Dank des lang anhaltenden Applauses der Gäste sowie der Bravo-Rufe interpretiert die Dorfmusik zwei Zugaben: Erwin Buttis Lieblingsstück und die Hymne des FC Liverpool, «You’ll never walk alone», sowie der Konzertmarsch «Bandology» von Eric Osterling.

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