Schinznach-Bad

Für den Kindergarten ist eine Lösung gefragt – jetziges Gebäude soll weiter bestehen

Ziel ist es, den Kindergarten an seinem heutigen Standort so instand zu stellen, dass er den schulischen Anforderungen für viele Jahre entspricht. mhu

Ziel ist es, den Kindergarten an seinem heutigen Standort so instand zu stellen, dass er den schulischen Anforderungen für viele Jahre entspricht. mhu

Der Gemeinderat will einen neuen Anlauf nehmen und das Projekt Doppelkindergarten – endlich – zu einem guten Abschluss bringen, auch wenn der Baukredit vorletzten Donnerstag in der Gemeideversammlung scheiterte.

Gut Ding will Weile haben. Beim Thema Doppelkindergarten in Schinznach-Bad hat dieses Sprichwort tatsächlich seine Gültigkeit. Denn fest steht seit geraumer Zeit, dass Handlungsbedarf vorhanden ist beim bestehenden Gebäude, dass man nicht um eine Lösung herumkommt. Eine solche konnte bislang allerdings nicht gefunden werden, trotz umfangreichen Abklärungen zu verschiedenen Varianten samt Vor- und Nachteilen.

Im Juni 2016 genehmigte die Gemeindeversammlung zwar den Kredit von 2 Mio. Franken für den Neubau eines Doppelkindergartens auf dem Schulhausareal. Gegen diesen Beschluss kam in der Folge aber das Referendum zustande. Im September des gleichen Jahres schickten die Stimmberechtigten das Vorhaben an der Urne klar bachab.

Für das über 50-jährige Gebäude wurde deshalb ein Sanierungsvorschlag ausgearbeitet: unter anderem mit einer Neueindeckung des Dachs und dem Ersatz aller Fenster, um die Wärmedämmung zu verbessern, dem Einsatz einer LED-Beleuchtung, der Neuorganisation der Nasszellen sowie einem neuen Anstrich im Innen- und Aussenbereich.

Vorletzten Donnerstag aber lehnte die Gemeindeversammlung den Baukredit von 400 000 Franken für die Erneuerung ab. Es soll, lautete die Forderung, ein ausführlicheres Projekt ausgearbeitet werden, bei dem auch die energetische Sanierung oder die Elektroinstallationen ein Thema sind. «Das vorgeschlagene Sanierungskonzept genügte den anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern nicht», bringt es der für das Ressort Gemeindeliegenschaften zuständige Vizeammann Jürg Meyer auf den Punkt. Gewünscht sei eine umfassendere und aufwendigere Sanierung des Kindergartengebäudes.

Änderungen sind enthalten

Der Gemeinderat werde nun ein neues Projekt ausarbeiten, in dem die an der Gemeindeversammlung aufgeführten Änderungen und Vorschläge vollumfänglich enthalten sind, antwortet Meyer auf die Frage zum geplanten weiteren Vorgehen. «Die vorgebrachten Einwände werden ernst genommen und in das neue Projekt einfliessen», versichert der Vizeammann.

Über den Baukredit könne frühestens an der Sommergemeindeversammlung 2019 abgestimmt werden, fährt Meyer fort. Ziel sei es nach wie vor, den Kindergarten an seinem heutigen – «übrigens einzigartigen» – Standort auf dem knapp 3400 Quadratmeter grossen Areal mitten im Wohnquartier und angrenzend an den Wald wieder so instand zu stellen, dass er den schulischen Anforderungen für viele Jahre entspricht. «Die Schülerinnen und Schüler sollen sich zusammen mit den Lehrpersonen wie bis anhin mit Freude an diesem Ort aufhalten.»

Meyer hofft, dass dieses Projekt nun zu einem guten Abschluss kommt. Als wichtigen Hinweis hebt er gleichzeitig hervor, dass die weiteren Schritte zuerst mit der Stadt Brugg besprochen werden müssen, mit der die 1300-Seelen-Gemeinde Schinznach-Bad auf Anfang 2020 fusionieren wird. Gemäss Fusionsvertrag bedürfen Investitionen von über 100 000 Franken der Zustimmung des Stadtrats Brugg. Ein Gespräch habe in der kurzen Zeit nach der Gemeindeversammlung aber noch nicht stattgefunden.

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